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GVL 2025/26
Zahlen, Fakten und mehr

Übersicht

„Moderne Lizenzierung braucht einfache Prozesse.“

Die GVL hat im Jahr 2025 wichtige Entwicklungen angestoßen: Mit lizenz.gvl wurde die digitale Lizenzierung weiter ausgebaut, zugleich veröffentlicht die GVL erstmals einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht. Beide Themen stehen für den Anspruch, unsere Abläufe verständlicher, zukunftsfähiger und nutzerorientierter zu gestalten. Welche zentrale Rolle bei all diesen Themen der Bereich Finance spielt, darüber sprechen wir mit Bereichsleiter Christoph Gruschwitz.

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Christoph Gruschwitz ist Bereichsleiter Finance. (Foto: Sven Serkis)

 

2025 hat die GVL erstmals ein eigenes Portal für die Gruppe der Rechtenutzer*innen eingeführt. Welche Ziele verbindet die GVL auf lange Sicht mit der neuen Plattform?

Mit lizenz.gvl haben wir eine zentrale digitale Plattform geschaffen, über die Lizenznehmer*innen Rechte einfacher und effizienter erwerben können. Moderne Lizenzierung braucht einfache Prozesse. Deshalb wollen wir diese für Nutzer*innen noch nutzerfreundlicher, schneller und transparenter gestalten. 

Was war der Hintergrund für die Entwicklung von lizenz.gvl und wie wird die Plattform weiter ausgebaut?

Rechtenutzer*innen sind eine wichtige Zielgruppe der GVL, denn simpel gesagt: Die Lizenzierung von heute ist die Vergütung von morgen. Mit lizenz.gvl haben wir deshalb bewusst eine eigene Plattform für die digitale Lizenzierung aufgebaut, um Prozesse stärker an den Bedürfnissen der Lizenznehmer*innen auszurichten und die Rechtevermarktung langfristig weiterzuentwickeln. Zum Start wurden die privaten Radiosender integriert, Anfang 2026 folgten die Webradios. Aktuell arbeiten wir an der Umsetzung der Tarife für private Fernsehsender, die wir noch in diesem Jahr abschließen wollen. Perspektivisch prüfen wir, die Plattform noch auf weitere Nutzergruppen zu erweitern.

Rechtenutzer*innen sind eine wichtige Zielgruppe der GVL, denn simpel gesagt: Die Lizenzierung von heute ist die Vergütung von morgen. Mit lizenz.gvl haben wir deshalb bewusst eine eigene Plattform für die digitale Lizenzierung aufgebaut.

Transparenz spielt für die GVL als Verwertungsgesellschaft eine zentrale Rolle – nicht nur für Lizenznehmer*innen sondern auch für Berechtigte. Worauf kommt es an, damit Berechtigte nachvollziehen können, wie Einnahmen entstehen und verteilt werden?

Unser heutiger Stand der Digitalisierung ermöglicht es uns, Informationen schneller, präziser und verständlicher bereitzustellen. Berechtigte können Meldungen, Abrechnungen und Ausschüttungen dadurch besser nachvollziehen und viele Prozesse einfacher erledigen. Gleichzeitig helfen unsere Systeme dabei, Abläufe zu vereinfachen und Bearbeitungszeiten zu verkürzen. Gerade bei den komplexen Verteilprozessen ist das wichtig. Vertrauen entsteht dort, wo Prozesse verständlich und Entscheidungen nachvollziehbar sind. Unser Ziel ist es, den Berechtigten jederzeit einen klaren Überblick über ihre Vergütungen zu geben und so das Vertrauen in die Arbeit der GVL weiter zu stärken. 

Die GVL veröffentlicht dieser Tage erstmals einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht, ganz ohne gesetzliche Verpflichtung. Warum war es wichtig, das Thema trotzdem aktiv anzugehen?

Nachhaltigkeit ist für uns kein reines Regulierungsthema, sondern Ausdruck verantwortungsvollen Handelns. Mit dem Nachhaltigkeitsbericht schaffen wir Klarheit über unsere Ziele, Maßnahmen und Entwicklungen – gegenüber Berechtigten, Mitarbeitenden und Partnern. Gleichzeitig hilft die Auseinandersetzung damit, Strukturen weiterzuentwickeln und Nachhaltigkeit noch stärker in unsere Entscheidungen zu integrieren. Dass wir diesen Schritt freiwillig gehen, zeigt unseren Anspruch, Verantwortung langfristig und glaubwürdig wahrzunehmen. 

Nachhaltigkeit ist für uns kein reines Regulierungsthema, sondern Ausdruck verantwortungsvollen Handelns. Mit dem Nachhaltigkeitsbericht schaffen wir Klarheit über unsere Ziele, Maßnahmen und Entwicklungen.

Du hast die Erstellung des Berichts verantwortet. Welche Erkenntnisse oder Diskussionen waren für Dich besonders prägend?

Mir ist dabei vor allem klar geworden, wie viele Bereiche Nachhaltigkeit tatsächlich berührt – weit über ökologische Themen hinaus. Die Arbeit am Bericht hat gezeigt, wie wichtig Transparenz, verantwortungsvolle Unternehmensführung und langfristiges Denken auch für eine Verwertungsgesellschaft sind. Gleichzeitig haben die Diskussionen deutlich gemacht, dass Nachhaltigkeit kein einmaliges Projekt ist, sondern eine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Thema erfordert.

Christoph Gruschwitz ist Bereichsleiter Finance bei der GVL. Gemeinsam mit seinem Team verantwortet er im Unternehmen zentrale Finanzprozesse, darunter den Eingang der Lizenzerlöse, die Auszahlung an die Berechtigten sowie Controlling, Buchhaltung und Treasury. Vor seinem Wechsel zur GVL war er unter anderem als CFO beim FC Bayern Basketball tätig und bekleidete verschiedene Senior-Finance-Positionen bei Axel Springer SE und Ernst & Young.