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GVL schließt Geschäftsjahr 2025 mit stabiler Ertragsentwicklung ab

Berlin, 11. Juni 2026: Die GVL blickt auf ein wirtschaftlich solides Geschäftsjahr 2025. Die Gesamterträge lagen mit 257,9 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau. Der Jahresabschluss wurde am 10. Juni 2026 im Rahmen der Gesellschafter- und Delegiertenversammlung beschlossen. Im Anschluss kamen rund 200 Gäste im Harnack-Haus in Berlin zu „GVL Live“ zusammen.

Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) hat das Geschäftsjahr 2025 mit Gesamterträgen in Höhe von 257,927 Mio. Euro abgeschlossen. Damit lagen die Einnahmen geringfügig über dem Ergebnis des Vorjahres (2024: 257,876 Mio. Euro). Wesentliche Treiber waren die Erlössegmente Rundfunk und öffentliche Wiedergabe, die zusammen um 20,9 Mio. Euro und damit um 14,2 Prozent zulegten. Rückgänge verzeichnete die GVL dagegen, aufgrund von einmaligen Sonderzahlungen im Vorjahr, unter anderem im Bereich privater Vervielfältigung.

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Dr. Tilo Gerlach und Guido Evers, Geschäftsführer der GVL (Foto © Stefan Wieland).

Hierzu die GVL-Geschäftsführer Guido Evers und Dr. Tilo Gerlach: „Die Berechtigten der GVL verlassen sich darauf, dass wir Rechte wirksam wahrnehmen und Vergütungen zuverlässig ausschütten. Deshalb freuen wir uns besonders, dass wir unser Ertragsniveau auch in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld halten konnten. Das Geschäftsjahr 2025 zeigt: Die GVL steht auf einer stabilen Grundlage und kann ihren Auftrag, zur wirtschaftlichen Existenz von Künstler*innen und Hersteller*innen beizutragen, konsequent erfüllen.“

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Die Sendevergütungen für Radio, TV und Weitersendung beliefen sich 2025 auf 117,0 Mio. Euro und lagen damit deutlich über dem Vorjahresniveau (+18,0 Prozent). Treiber waren vor allem höhere Vergütungen im Bereich Radio und TV, die um 19,1 Mio. Euro stiegen. Hintergrund sind neu verhandelte Tarifverträge sowie Nachzahlungen für alte Leistungszeiträume in Höhe von insgesamt 20,1 Mio. Euro (2024: 99,9 Mio. Euro). 
  • Die Erträge aus der öffentlichen Wiedergabe, dem sogenannten „Kneipenrecht“, wuchsen um 3,1 Mio. Euro (+6,4 Prozent) auf 51,4 Mio. Euro. Dazu trug auch eine Nachzahlung in Höhe von 0,9 Mio. Euro für frühere Leistungszeiträume bei.
  • Im Bereich der Vervielfältigungsrechte erzielte die GVL Erlöse in Höhe von 65,8 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 22,2 Mio. Euro (-25,2 Prozent). Grund hierfür ist vor allem eine im Vorjahr erhaltene Nachzahlung für frühere Leistungszeiträume. Bereinigt um Einmaleffekte lagen die Erlöse aus der Privatkopie 2025 mit 63,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 61,3 Mio. Euro. Dazu trugen insbesondere höhere Erlöse in den Kategorien Tablets und PCs bei.
  • Die Einnahmen von ausländischen Verwertungsgesellschaften beliefen sich 2025 auf 9,8 Mio. Euro. Das entspricht einem Anstieg um 0,6 Mio. Euro und damit um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Der Verwaltungsaufwand belief sich 2025 auf 23,7 Mio. Euro. Der Verwaltungskostensatz liegt damit bei 9,2 Prozent (2024: 9,8 Prozent).
  • Die Zuwendungen entsprechen mit 4,0 Mio. Euro in etwa dem Vorjahr 
    (2024: 3,9 Mio. Euro). 
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Erlösstruktur der GVL in 2025

Der Jahresabschluss 2025 wurde am 10. Juni 2026 im Rahmen der Gesellschafter- und Delegiertenversammlung der GVL beschlossen. Der Transparenzbericht 2025 der GVL steht ab sofort zum Download zur Verfügung.

Austausch und Vernetzung bei „GVL Live“

Im Anschluss an die Gesellschafter- und Delegiertenversammlung kamen rund 200 Gäste im Harnack-Haus in Berlin zu „GVL Live“ zusammen. Mit dem Format schafft die GVL einen persönlichen Rahmen für Austausch und Vernetzung. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Berechtigten und Vertreter*innen der Branche.

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Guido Evers und Dr. Tilo Gerlach bei GVL Live (Foto © Sven Serkis)

Dr. Tilo Gerlach und Guido Evers ziehen ein positives Resümee zur zweiten Ausgabe von GVL Live: „Der Abend hat gezeigt, wie wertvoll der persönliche Dialog ist und bleibt. GVL Live ist für uns ein wichtiger Baustein, um auch in den Jahren zwischen den Berechtigtenversammlungen sichtbar und ansprechbar zu sein. Die Veranstaltung schafft einen Rahmen, in dem wir zuhören, Einblicke in unsere Arbeit geben und gemeinsam über die Themen sprechen können, die unsere Berechtigten und Partner*innen bewegen.“

Bildmaterial:

Über die GVL: Wer etwas Künstlerisches leistet oder hierfür die wirtschaftliche Grundlage schafft, muss Geld für die Nutzung seiner Leistungen erhalten. Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) erfasst diese Nutzung. Die treuhänderisch eingenommenen Gelder u.a. von Radio- und Fernsehsendern sowie für die öffentliche Wiedergabe (z.B. in Restaurants oder Cafés) leitet die GVL als Vergütung an ihre Berechtigten weiter. Über 180.000 ausübende Künstler*innen, Bild- und Tonträgerhersteller*innen, Musik- und Videoclipproduzent*innen sowie Veranstalter*innen vertrauen der GVL – und machen sie damit zu einer der größten Verwertungsgesellschaften für Leistungsschutzrechte weltweit. Gesellschafter der GVL sind die unisono Deutsche Musik- und Orchestervereinigung e.V., der Bundesverband Musikindustrie e.V. (BVMI), der Bundesverband Schauspiel e.V. (BFFS) und der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen e.V. (VUT).

Kontakt Presse

Juliane Fiedler
Leiterin Kommunikation