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Förderung der Extraklasse - Ein Interview mit Stefanie Radke zum Stipendienprogramm der GVL in NEUSTART KULTUR

4 Fragen an Stefanie Radke, Leiterin der Stabsstelle Zuwendungen in der GVL

Stefanie Radke, Leiterin Stabsstelle ZuwendungenDie GVL stellt bis zu fünf Prozent des jährlichen Verteilungsvolumens für kulturpolitische und soziale Zuwendungen bereit. Stefanie Radke betreut als Leiterin der Stabsstelle Zuwendungen die Berechtigten der GVL in allen Belangen dieser sozialen und kulturellen Förderungen. Aktuell koordiniert sie außerdem das Stipendienprogramm der GVL in NEUSTART KULTUR.

Die GVL hat im Rahmen von NEUSTART KULTUR innerhalb kurzer Zeit ein Antragsverfahren erarbeitet. Was ist das Besondere am Stipendienprogramm? 

Das Besondere an NEUSTART KULTUR ist zunächst das Volumen von 2,5 Milliarden Euro, um die Kultur- und Kreativlandschaft wiederzubeleben. Die GVL verteilt beim Stipendienprogramm der Verwertungsgesellschaften allein 30 Millionen Euro. Die Fördermittel dorthin zu bringen, wo sie benötigt werden, ist unsere zentrale Aufgabe: Die GVL steuert die Vergabe der Stipendien und sorgt für eine zielorientierte und termingerechte Umsetzung des Stipendienprogramms. Deshalb bestand auch eine der ersten Aufgaben darin, ein Antragsportal für die Künstler*innen zu schaffen. 

In welchem Zusammenhang steht das Stipendienprogramm zu den sonstigen Zuwendungen, welche die GVL organisiert?

Das aktuelle Stipendienprogramm wird aus dem Fördertopf der Bundesregierung bezahlt. Im Rahmen unserer eigenen Corona-Hilfsmaßnahmen konnte die GVL im vergangenen Jahr bereits Unterstützungen von insgesamt zwei Millionen Euro an etwa 8.000 Berechtigte verteilen. Durch die Stabsstelle Zuwendungen bei der GVL haben wir Erfahrung beim Aufbau solcher Programme und bei der Bearbeitung von Förderanträgen. Vor allem aber kennen wir die Zielgruppe, denen die Gelder zugutekommen soll, denn die viele davon sind ja unsere Berechtigten.

Durch wen wird eine Auswahl beim Stipendienprogramm getroffen und wie sieht der grobe Ablauf aus? 

Die GVL hat unabhängige Fachjurys mit der Vergabe der Stipendien beauftragt. Die Gremienmitglieder entscheiden gemeinsam über die Stipendienbewerbungen, die sie in der Reihenfolge der Antragstellung bearbeiten. Die Förderentscheidungen werden grundsätzlich nicht begründet. Deshalb auch an dieser Stelle die Bitte, bei einer Ablehnung von Nachfragen abzusehen. Das mag für Antragsstellende zwar frustrierend sein, lässt sich aber nicht anders handhaben. Wenn der Antrag bewilligt wird, schließt die GVL mit dem Antragstellenden einen Stipendienvertrag ab, der die Grundlage für die Überweisung der Fördermittel bildet. 

Welchen Rat geben Sie Antragstellenden mit auf den Weg? Welche Fehler können vermieden werden? 

Das Beste ist, sich vor der Antragstellung gut über die FAQ und die Fördergrundsätze zu informieren, wie sie auf dem Antragsprotal der GVL zu finden sind und dann alle Unterlagen parat zu haben. Antragstellende sollten außerdem darauf achten, dass sie bei der Beschreibung ihres Projekts alle wesentlichen Infos unterbringen, also in Kürze diese: Worum geht es? Welche Vorerfahrungen oder Kooperationen gibt es? Was ist weiter geplant? Bei den Inhalten sind Sie relativ frei: Gefördert werden künstlerische Vorhaben wie Darbietungen, Produktionen oder Online-Formate, aber auch Rechercheprojekte und kreative Weiterbildungsmaßnahmen.

Hier geht es zum Antragsportal der GVL: www.gvl-stipendienprogramm.de

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BKM