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Bilanz 2017: GVL erzielt 310 Mio. Euro Einnahmen aus Leistungsschutzrechten für Künstler, Hersteller und Veranstalter

Im Rahmen ihrer diesjährigen Gesellschafter- und Delegiertenversammlung hat die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) am Mittwoch einen Rekordumsatz für das Jahr 2016 veröffentlicht. Im Berichtszeitraum hat die Gesellschaft über 271 Mio. Euro an Einnahmen für ihre Berechtigten eingenommen.
Am vergangenen Freitag fand in Berlin turnusgemäß die Berechtigtenversammlung der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) statt. 327 GVL-Berechtigte und 712 Berechtigte, die sich über Vollmachten vertreten ließen, wählten aus insgesamt 52 Kandidatinnen und Kandidaten ihre 22 Delegierten. Mit dieser Wahl wurden die bisherigen Beiratsmitglieder von den neuen Delegierten als Vertreter der Berechtigten funktional abgelöst. In der neuen Gesellschafter- und Delegiertenversammlung vertreten sie die Interessen aller Berechtigten gemeinsam mit den Gesellschaftern der GVL. Zudem wurden auf der Versammlung Rekordeinahmen für 2016 verkündet, welche voraussichtlich erstmals deutlich über der 200-Millionen-Marke liegen werden.

Mit einem Gesamtertrag von 161,8 Mio. Euro schließt die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) das Geschäftsjahr 2015 ab. Daraus ergibt sich ein leichtes Minus von 0,9 Prozent gegenüber 2014. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einem Nachzahlungseffekt im Vorjahr: 2014 führte die Summe des Gesamtvertrags über die Kopiervergütung für PCs mit einem Großteil der Geräteindustrie zu einer Nachzahlung im zweistelligen Millionenbereich (einschließlich der Nachzahlungen für Vorjahre). Bei Herausrechnung dieses Einmaleffektes kann die GVL in 2015 einen Anstieg ihrer Erträge verzeichnen.
Der GVL-Beirat fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, dem Regierungsentwurf zum Verwertungsgesellschaftengesetz (VGG) in der aktuellen Fassung nicht zuzustimmen. Vielmehr sollten die Abgeordneten zum ursprünglichen Ziel des Gesetzentwurfs zurückkehren, Kreative und ihre Produzenten zu stärken und die drastischen Fehlentwicklungen bei der Privatkopieabgabe durch die Gerätehersteller und -importeure endlich zu korrigieren.
Nach mehrjährigen Verhandlungen haben sich die in der Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) zusammengeschlossenen Verwertungsgesellschaften, darunter auch die GVL, mit den im BITKOM vertretenen Herstellern und Importeuren über die Höhe der Vergütungen für die Kopiernutzung auf Mobiltelefonen und Tablets geeinigt.
Am 29. Oktober 2015 entschied das Oberlandesgericht (OLG) München, dass der für die ausübenden Künstler und Tonträgerhersteller zu zahlende Tarif für die Tonträgerwiedergabe in Tanzschulen unverändert lediglich 20 Prozent des entsprechenden GEMA-Tarifs, der für die Musikautoren gezahlt wird, beträgt.
Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) kann auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurückblicken: Die Gesamterträge belaufen sich auf 163,4 Millionen Euro und damit 12,9 Millionen Euro (plus 8,5 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die deutliche Einnahmesteigerung resultiert vorwiegend aus erhöhten Forderungen für Privatkopievergütungen (35,1 Millionen Euro im Vergleich zu 22,9 Millionen Euro im Vorjahr) sowie aus Nachzahlungen für auf PCs hergestellte Privatkopien 2011 bis 2013.
GEMA, GVL, VG Bild-Kunst und VG Wort haben am 5. November unter der Überschrift „Wert der Kreativität“ in der Deutschen Kinemathek am Potsdamer Platz gemeinsam mit Künstlern, Tonträgerherstellern, Urhebern und Politikern über die anstehende Novelle des deutschen Wahrnehmungsrechts diskutiert.
Die GVL kann in ihrem Geschäftsbericht auf ihre positive wirtschaftliche Entwicklung im vergangenen Jahr verweisen: Die Gesamterträge 2013 belaufen sich auf 150,5 Millionen Euro und damit 3,5 Millionen Euro (plus 2,4 Prozentpunkte) mehr als im Vorjahr.

GVL Kommunikation

Pressekontakt
Juliane Fiedler (Leiterin Kommunikation)
Roman Obst