Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen von ausübenden Künstler*innen rund um die GVL. Für FAQ zu anderen Themengebieten klicken Sie hier.

Allgemeines

Wie ändere ich meine Stammdaten?

Sollte sich Ihre E-Mailadresse geändert haben, so schicken Sie einfach eine kurze Mail an meinegvl@gvl.de.

Zur Änderung Ihrer Stammdaten, also Anschrift, Kontonummer oder Kreditinstitut, nutzen Sie das entsprechende Formular, welches Sie uns unterschrieben zusenden - gerne auch als Scan per E-Mail an kuenstlervertrag@gvl.de.

Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL)
Podbielskiallee 64
14195 Berlin

Warum kann ich mich nicht ins Künstler*innenportal meine.gvl einloggen?

Sollten Sie beim Versuch, sich in unser Künstler*innenportal einzuloggen, eine Fehlermeldung erhalten, führen Sie bitte folgende Schritte durch:

  1. Überprüfen Sie zunächst, welchen Browser wie benutzen. Wir empfehlen Google Chrome oder Firefox. Apples Standardbrowser Safari ist mit unserem Portal leider nur bedingt kompatibel und eine Nutzung führt oftmals zu Fehlermeldungen.
     
  2. Löschen Sie Cookies und Cache Ihres Browsers. Dies funktioniert je nach genutztem Browser anders:

    Firefox: Über →Menü (rechts oben 3 waagerechte Striche untereinander) →Einstellungen     →Datenschutz & Sicherheit →Chronik →Chronik leeren
    Chrome: Über →Menü →Verlauf →Browserdaten löschen →Daten löschen
     
  3. Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie ihre Vertragsnummer und nicht die GVL ID zum Einloggen nutzen und überprüfen Sie die korrekte Groß- und Kleinschreibung des Passworts. 
  4. Lassen Sie sich ggf. über den Button “Passwort vergessen” einen Link für die Vergabe eines neuen Passworts zuschicken und probieren Sie es dann erneut.
    Wichtig: das Passwort darf keine Sonderzeichen beinhalten, muss mindestens 8 Zeichen lang sein, sowie mindestens jeweils eine/n Großbuchstaben, Kleinbuchstaben und Ziffer enthalten.
    Bitte beachten Sie, dass der Link nur einmal verwendet werden kann – danach ist er ungültig und es ist nicht möglich, ein neues Passwort darüber zu erstellen.

Helfen all diese Schritte nicht weiter, kontaktieren Sie bitte unseren Künstler*innensupport telefonisch von Montag bis Donnerstag, 9 – 17 Uhr, freitags 9 – 14 Uhr unter 030 48483 677 oder per E-Mail an  meineGVL@gvl.de.

Nimmt die GVL meine Rechte auch im Ausland wahr?

Ja, das ist möglich. Alle Informationen dazu finden Sie im Bereich Internationales für Künstler*innen und in den häufig gestellten Fragen zu diesem Thema. Sollten Sie uns die entsprechenden Mandate erteilt haben, reichen im Normalfall Meldungen über unser artsys-Portal aus.

Informationen zu den von der GVL unterhaltenen Repräsentationsvereinbarungen für Künstler*innen und Tonträgerhersteller finden sich auf unserer Internetseite (hier).

Der Umfang von Vergütungen aus dem Ausland hängt dabei nicht nur von den Möglichkeiten der GVL, sondern auch von der Rechtslage und der bestehenden operativen und technischen Infrastruktur bei Schwestergesellschaften und deren Verteilungsplänen ab. Unterschiede schlagen sich demgemäß auch auf die erhaltenen Vergütungen durch.

Trotz erheblicher und auch erfolgreicher Standardisierungsbemühungen weichen operative Standards voneinander ab. So werden teils nicht individualisierte Zahlungen geleistet oder Zahlungen werden Verteilungsjahren nicht zugeordnet. Dies macht derzeit noch eine manuelle Aufarbeitung von Zahlungseingängen erforderlich, was wiederum oft zeitliche Verzögerungen für unsere Berechtigten mit sich bringt.

Welche Nachweise werden von der GVL akzeptiert?

Generell gilt: je aussagekräftiger der Beleg ist, desto besser. Ihr Nachweis sollte folgende 3 Bedingungen erfüllen:

  1. Der Nachweis bezieht sich auf die Produktion, auf die Sie Ihre Mitwirkung gemeldet haben. Je nach Medienart sollte er z.B. Titel, Produktionszeitraum, Sendung/Sender, Originaltitel, Hauptinterpret benennen.
  2. Der Nachweis bestätigt, in welcher Art/Funktion Sie mitgewirkt haben. Er belegt Ihren Namen sowie Ihre Tätigkeit, gegebenenfalls inklusive Details wie Drehtage oder Sprecher-Takes.
  3. Der Nachweis stammt vom Hersteller der Produktion oder aus vergleichbar glaubhafter Quelle (z.B. Vertrag, Honorarabrechnung, CD-Booklet, Produzenten-/Regisseurbescheinigung). Selbsterstellte Rechnungen sind nur zusammen mit Kontoauszug oder Zahlungseingangsbeleg gültig.

Haben Sie auf diese keinen Zugriff oder wird Ihre Mitwirkung auf diesen nicht genannt, dann können Sie sich Ihre Mitwirkung auch von Hersteller*in, Hauptkünstler*in, künstlerische*r Produzent*in bzw. Regisseur*in bestätigen lassen.
Vordrucke für solche Bestätigungen finden Sie auf unserer Homepage im Bereich "Bescheinigungen & Bestätigungen".

Im Bereich Filmmusik gibt es zusätzlich eine Besonderheit: Hier muss der Beleg erkennbar aussagen, dass die betroffene musikalische Produktion auch im Film verwendet wird. Bei z.B. lizensierter Musik werden hier also zwei Belege erforderlich: einer für Ihre Mitwirkung an der ursprünglichen Musik-Produktion, einer für die Verwendung dieser Musik im Film.

Was ist der Unterschied zwischen Detailreports und Auszahlungsmitteilungen?

In den Detailreports stehen, kurz gesagt, Ihre Ansprüche, die für ein bestimmtes Nutzungsjahr prognostiziert werden. Diese prognostizierte Gesamtsumme zeigt an, wie viel Vergütung Sie am Ende der Meldefrist insgesamt voraussichtlich erhalten haben werden. (Die Gesamtsumme wird immer wieder angepasst. In der Regel nach oben, weil sukzessive Rückstellungen aufgelöst werden, manchmal aber auch nach unten, falls z.B. unerwartet mehr Mitwirkungsmeldungen bei uns eingehen als kalkuliert.)

Die Verteilung findet aufgrund der langen gesetzlichen Meldefristen in mehreren Etappen statt: Es gibt eine Erstverteilung mit einem ersten Betrag, mehrere Folgeverteilungen mit weiteren Teilzahlungen und schließlich eine Schlussverteilung, wenn die Meldefristen abgelaufen sind und das Verteilbudget komplett aufgelöst werden kann. Den Gesamtanspruch erhalten Sie immer erst am Ende des Verteilzyklus. Die verteilten Summen sollten dann addiert dem Betrag entsprechen, der im letzten Detailreport steht.

Auf den Auszahlungsmitteilungen, die sie normalerweise mit einer Ausschüttung erhalten, werden immer der aktuelle Vergütungsanspruch und darunter die zwischenzeitlich bereits ausgezahlten Beträge (mit Verweis auf das Datum der dazugehörigen älteren Auszahlungsmitteilungen) angezeigt. Die Abrechnung dokumentiert also den Verlauf der „Teilzahlungen“ der avisierten Gesamtsumme.

 

Wie sieht es mit der Rechtewahrnehmung für Streaminganbieter wie Netflix und Spotify aus?

Das Urheberrechtsgesetz unterscheidet zwischen sogenannten Exklusivrechten, die vertraglich den Verwertern eingeräumt werden, und Vergütungsansprüchen, die unabhängig von vertraglichen Regelungen per Gesetz bestehen. Die GVL nimmt bisher lediglich Vergütungsansprüche wahr. Das interaktive Streaming von audio und audiovisuellem Content ist als Exklusivrecht ausgestaltet und fällt damit nicht unter die von der GVL grundsätzlich wahrgenommenen Rechte. Zwar können auch Exklusivrechte von Verwertungsgesellschaften wahrgenommen werden – so bei der GEMA, doch bedarf deren kollektive Wahrnehmung einer großflächigen Einräumung von Rechten durch nahezu alle involvierten Rechteinhaber. Dies wiederum setzt einen generellen Konsens der Rechteinhaber und sonstigen Marktteilnehmer oder eine gesetzliche Regelung voraus. Einen Konsens können wir bisher nicht identifizieren, Vergütungsansprüche für interaktive Streaming-Rechte bestehen bisher nicht. Einer Erweiterung unseres Rechteportfolios stehen wir bei Bedarf selbstverständlich offen gegenüber.

Update: 21. Juni 2021:

Im Mai hat der Bundestag die Anpassung des deutschen Urheberrechts bestätigt. Die Urheberrechtsreform sieht neue Vergütungsansprüche für Plattformnutzungen vor, die von der GVL wahrgenommen werden können.

Mit dem „Gesetz zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarktes“ setzt Deutschland die 2019 beschlossene EU-Richtlinie zum Urheberrecht im Digitalen Binnenmarkt kurz vor Ende der Frist im Juni 2021 in deutsches Recht um. Die gesetzlichen Neuregelungen betreffen auch die von der GVL vertretenen Rechteinhaber: So sieht das neue Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetz (UrhDaG) einen Direktvergütungsanspruch für Künstler*innen für die Nutzungen ihrer Rechte auf Plattformen wie Youtube oder Facebook vor. 

Das Gesetz gewährt zudem neue Vergütungsansprüche für Künstler*innen und Tonträgerhersteller*innen für Nutzungen von Rechten zum Zwecke u.a. der Parodie und des Pastiches sowie für mutmaßlich erlaubte geringfügige Nutzungen. Weiterhin sehen die Anpassungen eine Ausweitung des Weitersenderechts und die Möglichkeit einer Rechtewahrnehmung für sogenannte Außenseiter ohne Wahrnehmungsvertrag vor. 

Dr. Tilo Gerlach und Guido Evers, Geschäftsführer der GVL, betonen: „Wir betrachten uns als Dienstleister der Kreativen und ihrer Partner*innen. Insofern nehmen wir den Auftrag, den wir mit der Urheberrechtsreform als GVL erhalten haben, an. Wir werden die damit einhergehenden neuen Aufgaben professionell im Sinne unserer Berechtigten umsetzen. Ob die Regelungen im Einzelnen Bestand haben werden, werden vermutlich die Gerichte klären.“

Wie ist der aktuelle Stand bezüglich der Schnittstelle zur Synchron-App?

Nach der GVL-seitigen Realisierung und Wartung der ersten Grundfunktionalität für die Synchron-App sollen die weiteren Ausbaustufen folgen. Wir bedauern sehr, dass sich diese Weiterentwicklung verzögert, da die Produktivität der GVL durch die Auswirkungen der Corona-Krise geringer ist als geplant. Wir haben – vor allem durch nötige Kinderbetreuung der Mitarbeiter*innen– mit Engpässen in unseren IT-Ressourcen zu kämpfen und müssen uns auf den Portalausbau für unsere Künstler*innen konzentrieren. Dafür mussten wir die bisherige Planung anpassen. Hinzu kommt, dass wir vorab Entwicklungsaufwand für unser internes GVL-Projekt VITA leisten müssen, damit die Synchron-App perspektivisch einen möglichst hohen Mehrwert für die Künstler*innen haben kann. Diesen Aufwand haben wir initial unterschätzt.

Uns ist bewusst, dass die Künstler*innen, die die Synchron-App nutzen, dringend auf die Weiterentwicklung der GVL-Schnittstelle warten. Wir werden das Projekt gemeinsam mit den Entwicklern der Synchron-App mit aller Kraft weiter vorantreiben. Die Umsetzung ist für 2021 fest eingeplant.

Warum erhalte ich manchmal zwei Auszahlungsmitteilungen?

Grundsätzlich erhöht es die Transparenz der Berechnung und weist die Erlöse in mehrwertsteuerpflichtig und nicht mehrwertsteuerpflichtig aus.

Denn: Aufgrund eines Beschlusses des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) unterliegen bestimmte Vergütungsansprüche nach §§ 27, 54, 54a, 54c UrhG nicht mehr der Umsatzsteuerpflicht.

Dies betrifft alle Erlöse aus den Rechtekategorien Privatkopie (ZPÜ) und Vermietung und Verleih.

Die GVL hat Ihre Abrechnungssysteme entsprechend angepasst. Für Sie bedeutet dies konkret, dass  zu jeder Auszahlung zwei separate Auszahlungsmitteilungen bereitgestellt werden, wenn Sie an der Verteilung von Privatkopieerlösen teilnehmen.

In diesem Fall differenzieren die Auszahlungsmitteilungen zwischen mehrwertsteuerpflichtigen und nicht mehrwertsteuerpflichtigen Erlösen. Unsere Detailreports haben wir dahingehend angepasst, dass beide Erlösquellen separat dargestellt werden, Sie aber nach wie vor die Gesamtsumme nachvollziehen können.

Anders als die Erlöse selbst unterliegen jedoch die mit der Privatkopie verbundenen Inkassokosten der Mehrwertsteuerpflicht und werden auf Ihrer Abrechnung entsprechend ausgewiesen.

Wichtig: Die Auszahlung an Sie geschieht trotz getrennter Abrechnungsdokumente in einer gemeinsamen Überweisung des gesamten Auszahlbetrags.

Warum habe ich neben meiner Vertragsnummer auch noch eine GVL-ID? Was ist der Unterschied?

Die GVL arbeitet mit zwei verschiedenen Identifikationsnummern. 

Ihre Vertragsnummer bzw. Kundennummer erhalten Sie beim Abschluss eines Wahrnehmungsvertrags mit der GVL. Sie benötigen sie zum Login für das Portal meine.gvl.  

Die GVL-ID wurde im Rahmen unserer Systemumstellungen eingeführt. Sie ermöglicht es uns zum Beispiel, genauer zu erfassen, ob Sie in verschiedenen Funktionen bei uns vertreten sind, etwa zugleich als Künstler*in und Erb*in oder Hersteller*in.   

Die GVL-ID wird außerdem für den Schriftverkehr verwendet. Sie finden sie u.a. auf Ihren Auszahlungsmitteilungen und Ihren Detailreports.  

Beim persönlichen Kontakt mit uns können wir Sie mit beiden Nummern gleichermaßen identifizieren. Bitte halten Sie entweder Ihre Vertragsnummer oder Ihre GVL-ID bereit, wenn Sie mit uns kommunizieren.  

Wie finde ich meine aktuellen Auszahlungsmitteilungen (AZM), wenn ich eine Benachrichtigungsmail erhalte?

Kurzanleitung:  

Meine Daten > Auszahlungen > 2021 (bzw. das entsprechende aktuelle Jahr). Die AZM sind chronologisch absteigend sortiert.

Ausführlich: 

Nach dem Klick auf den Menüpunkt "Meine Daten" im Menü von meine.gvl finden Sie Ihre Auszahlungsmitteilungen im Reiter „Auszahlungen“. 

In diesem Bereich sind die Auszahlungsmitteilungen nach Jahren abgelegt und befinden sich unter dem Jahr, in dem die Auszahlung erfolgte. Klicken Sie deshalb auf den Reiter mit der aktuellen Jahresangabe ganz rechts, hier im Beispiel „2021“.

Die Auflistung der Dokumente in diesem Jahres-Ordner ist chronologisch absteigend sortiert. Sie finden die neuen Auszahlungsmitteilungen also ganz oben.  

Anhand der Kürzel im Dokumentnamen können Sie erkennen, um was für eine Art der Verteilung es sich handelt (z.B. Regelverteilung, Auslandsverteilung, Nachverteilung, Offene Budgets). Zudem enthält das Dokument Ihre GVL-ID (in den Beispielen durch Nullen dargestellt) sowie die Information über die Sprache des Dokuments („ger für Deutsch, „eng“ für Englisch). 

Beispiele:  

Regelvert_payout_information_000000_ger.pdf 

Auslandsv_payout_information_000000_ger.pdf 

Nachverte_payout_information_000000_ger.pdf 

Offene Bu_payout_information_000000_ger.pdf 

Schlussve_payout_information_000000_ger.pdf

Wo kann ich den Vergütungsanspruch sehen, der bei mir aktuell für ein bestimmtes Verteiljahr besteht? Wo finde ich meine Detailreports?

Kurzanleitung:  

Meine Daten > Vergütungen > 2021 (bzw. das entsprechende Jahr). Die Detailreports sind chronologisch absteigend sortiert. 

Ausführlich: 

Nach dem Klick auf den Menüpunkt "Meine Daten" im Menü von meine.gvl finden Sie Ihre Detailreports im Reiter „Vergütungen“. 

In diesem Bereich sind die Dokumente nach Nutzungsjahren abgelegt. Sie befinden sich also unter dem Jahr, in dem die Ausstrahlungen erfolgten, die der Vergütung zugrunde liegen. Hier im Beispiel das Jahr 2016. Die Detailreports liegen in der Regel innerhalb weniger Tage nach der Ausschüttung vor. 

Die Auflistung der Dokumente ist zur verbesserten Übersicht chronologisch absteigend sortiert. Detailreports werden immer in zwei Sprachvarianten (deutsch und englisch) erstellt und fortlaufend nummeriert.  

Sie finden oben also zwei Dokumente, die im Dateinamen direkt nach der Jahreszahl eine identische fortlaufende Nummer haben. Die jeweilige Sprache des Dokuments ist ebenfalls im Dateinamen ersichtlich (ger/eng). Zudem enthält der Dateiname Ihre GVL-ID, in den Beispielen durch Nullen dargestellt. 

Beispiele: 

2016_0003_detailed-report_artist_claims_000000_ger.pdf 

2016_0003_detailed-report_artist_claims_000000_eng.pdf 

2016_0002_detailed-report_artist_claims_000000_ger.pdf 

2016_0002_detailed-report_artist_claims_000000_eng.pdf 

2016_0001_detailed-report_artist_claims_000000_ger.pdf 

2016_0001_detailed-report_artist_claims_000000_eng.pdf

 

Detailreports zu den Offenen Budgets erkennen Sie am entsprechenden Kürzel: 

Offene Bu_detailred_report_artist_claims_000000_ger.pdf 

 

Bitte beachten Sie: Da die Vergütungsansprüche bei jeder Verteilung angepasst werden, sind ältere Detailreports ab diesem Zeitpunkt nicht mehr relevant und bleiben nur aus Transparenzgründen erhalten. Maßgeblich für Ihre Gesamt-Vergütungsansprüche eines Jahres ist immer der neueste Detailreport mit der höchsten fortlaufenden Nummer. 

Wenn in einem Jahr keine Nutzung Ihrer Produktionen vorliegen, weil sie z.B. nicht auf von der GVL ausgewerteten Sendern ausgestrahlt wurden oder für dieses Jahr kein GVL Mandat bestand, so werden auch keine Detailreports erstellt. Das entsprechende Jahr wird dann nicht aufgeführt.

Online-Wahrnehmungsvertrag

Wie melde ich eine minderjährige Person an?

Alle Unterlagen müssen von einem Erziehungsberechtigten unterschrieben sein. Zusätzlich zur Ausweiskopie des Künstlers (des Kindes) benötigen wir auch die Ausweiskopie des EZB. Eine Vollmacht ist nicht erforderlich.

An welche Adresse schicke ich die Unterlagen, Postfach oder Straßenadresse?

Bitte schicken die Unterlagen unterzeichnet nebst einer Kopie Ihres Personalausweises oder Reisepasses per E-Mail an kuenstlervertrag@gvl.de. Alternativ ist auch eine postalische Zusendung möglich:

GVL
Podbielskiallee 64
14195 Berlin

Muss ich alle Seiten schicken, oder reichen die Seiten mit Unterschrift?

Bitte schicken Sie uns die kompletten Unterlagen, auch die Seiten ohne Unterschrift. Gern können Sie die Dokumente doppelseitig bedrucken.

Welche Nachweise muss ich mitschicken?

Zum Zeitpunkt der Anmeldung benötigen wir keine Nachweise über Ihre künstlerischen Tätigkeiten. Eine genaue Auflistung der benötigten Unterlagen zum Vertragsabschluss finden Sie auf der Checkliste, die den Vertragsunterlagen beiliegt.

Die 2 Wochen Frist ist abgelaufen. Kann ich die Unterlagen trotzdem noch schicken?

Ja, Sie können uns die Unterlagen auch nach Ablauf der Frist zuschicken.

Ich bin bereits gemeldet. Wie komme ich an meine Vertragsnummer?

Bitte schicken Sie uns eine Kopie Ihres gültigen Ausweises an kuenstlervertrag@gvl.de. Anschließend teilen wir Ihnen Ihre Vertragsnummer mit.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich schon GVL Berechtigter bin. Wie finde ich das heraus bzw. was muss ich dafür tun?

Bitte schicken Sie uns eine Kopie Ihres Ausweises an kuenstlervertrag@gvl.de.
Anschließend können wir Ihnen mitteilen, ob Sie bereits GVL Berechtigter sind.

Wie melde ich als Agentur einen Künstler an?

Bitte kontaktieren Sie uns unter kuenstlervertrag@gvl.de. Wir schicken Ihnen dann die erforderlichen Dokumente.

Ich kenne meine Steuernummer nicht oder bin nicht steuerpflichtig, was trage ich ein?

Sollten Sie Ihre Steuernummer nicht kennen oder sonstige Anmerkungen zu Ihrer Steuersituation haben, so machen Sie bitte händisch einen Vermerk auf dem Steuerformular, bevor Sie uns die Unterlagen postalisch senden.

Welche Bereiche auf dem Personalausweis kann/soll ich schwärzen?

Die folgenden Angaben müssen auf Ihrer Ausweiskopie deutlich zu erkennen sein: Geburtsdatum, Name, Gültigkeitsdatum, Unterschrift, Nationalität.  Alles andere können Sie gerne schwärzen.

Meine IBAN wird nicht akzeptiert, was mache ich falsch?

Bitte achten Sie darauf, die IBAN ohne Leerzeichen einzugeben. Sollte es trotzdem nicht möglich sein, können einen sogenannten Platzhalter als IBAN
eingeben, wie zum Beispiel DE27100777770209299700. Wenn Sie Ihre Vertragsunterlagen als PDF bekommen, tragen Sie einfach händisch die korrekte IBAN Nummer ein, bevor Sie uns die Unterlagen postalisch senden.

Ich habe einen Fehler beim Ausfüllen des Formulars gemacht. Kann ich diesen händisch korrigieren oder muss ich den Vertrag neu abschließen?

Bitte ändern Sie Ihre Angaben händisch. Ein erneuter Abschluss ist aus technischen Gründen nicht möglich.

Kann ich GVL-Berechtigter werden obwohl ich bereits GEMA-Mitglied bin?

Ja, auch als GEMA-Mitglied können Sie einen GVL Wahrnehmungsvertrag abschließen.

Werden digitale Unterschriften akzeptiert?

Ja, wir akzeptieren Ihre digitale Unterschrift.

Brauchen Sie die Unterlagen wirklich per Post oder reicht es in digitaler Form?

Es reicht die Zusendung in digitaler Form an: kuenstlervertrag@gvl.de

Wieviel kostet eine Mitgliedschaft?

Der Abschluss eines Wahrnehmungsvertrag mit der GVL ist kostenlos.

Wie aktualisiere ich einen bereits bestehenden Vertrag?

Bitte kontaktieren Sie uns unter kuenstlervertrag@gvl.de. Wir schicken Ihnen dann die erforderlichen Dokumente.

Ich bin Schauspieler*in und Musiker*in. Muss ich zwei Verträge abschließen?

Nein, Sie schließen einen Wahrnehmungsvertrag für alle künstlerischen Tätigkeiten die die GVL wahrnimmt.

Brauche ich zuerst einen Labelcode um einen Wahrnehmungsvertrag für Künstler abschließen zu können?

Nein, Sie benötigen keinen Labelcode zum Abschluss des Wahrnehmungsvertrag als Künstler*in.

Ich bin Musiker*in und Schauspieler*in. Kann ich beides als Tätigkeiten angeben?

Derzeit können Sie an dieser Stelle nur eine Tätigkeit angeben. Sie können aber in unserem Portal meinegvl.de Ihre Mitwirkungen als Schauspieler und Musiker auf die jeweiligen Produktionen melden.

Trage ich alle Tätigkeiten und Bandzugehörigkeiten in den Vertrag ein?

Sie müssen nicht alle Tätigkeiten und Bandzugehörigkeiten eintragen. Sobald Sie GVL Mitglied sind, können Sie in unserem
Portal meingvl.de Ihre Mitwirkungen auf Ihre Produktionen z.B. als Bandmitglied melden.

Melden von Mitwirkungen

Warum kann ich eine bestimmte Produktion nicht finden?

Achten Sie zunächst auf die korrekte Schreibweise. Nicht immer wurde die Produktion unter dem Namen veröffentlicht, unter dem sie entstanden ist. Der GVL wird in der Regel nur derjenige Titel gemeldet, unter dem die Produktion in Deutschland veröffentlicht und gesendet wurde. Hier hilft nur, diesen Titel in Erfahrung zu bringen, z.B. über eine Internet-Recherche.

Dass Sie bestimmte Produktionen nicht finden können, kann darüber hinaus verschiedene Gründe haben.

  • Die Programminformationen, die wir von einem externen Anbieter beziehen, müssen zunächst technisch aufbereitet werden, bevor wir sie in unserer Datenbank bereitstellen können. In der Regel stehen die Produktionen des laufenden Jahres dann im April/Mai des Folgejahres im Portal zur Verfügung. Sollte die gesuchte Produktion also erst vor Kurzem gesendet worden sein, hat sie vermutlich ihren Weg in unsere Datenbank noch nicht gefunden.
  • Bestimmte Produktionsarten, die zu den so genannten "offenen Budgets" gehören, finden Sie aus Kostengründen nicht in unserer Datenbank. Über die aktuellen Meldemodalitäten für diese Produktionsarten informieren wir Sie hier.
  • Die GVL wertet gemäß ihrer Verteilungspläne nur Sender aus, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, z.B. eine Mindestreichweite. Online-Nutzungen, beispielsweise in Mediatheken oder auf Streaming-Portalen, werden nicht von der GVL erfasst und nicht ausgewertet, da die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht gegeben sind. Sollte sich diesbezüglich etwas ändern, werden wir Sie natürlich darüber informieren.
  • Zudem findet für die Veröffentlichung und den Verkauf von DVDs keine Auswertung durch die GVL statt. Hintergrund dessen ist, dass wir nur Vergütungen für so genannte Zeitverwertungsrechte ausschütten können. Kinofilme und DVD-Releases sind so genannte Primärrechte, die bereits über den Produktionsvertrag abgegolten sind.

Sollten Sie dennoch einzelne Produktionen nicht finden können, so wenden Sie sich bitte an das entsprechende Fachteam, welches Ihnen gerne bei der Suche behilflich ist.

Wie lange kann ich Mitwirkungen rückwirkend melden?

Normalerweise haben Sie vier Jahre Zeit, um uns die Mitwirkung an einem ausgestrahlten Produkt zu melden. Dennoch empfehlen wir, Mitwirkungsmeldungen frühzeitig über meineGVL abzugeben, damit Sie schon bei den Erst- und Regelverteilungen Ausschüttungen erhalten können.

Die Meldephase endet mit der Meldefrist, bis zu der Mitwirkungen von Künstlern registriert sein müssen, damit diese einen Anspruch auf Vergütungen haben.

Welche Meldefristen gelten derzeit für Künstler*innen?

Um die Berücksichtigung aller Mitwirkungen für die Schlussverteilungen 2017 und 2018 sicherstellen zu können, bitte wir unsere berechtigten Künstler*innen, ihre Meldungen für diese Nutzungsjahre bis zum 28.02.2022 über meine.gvl abzugeben.

Einen Überblick über aktuelle Termien finden Sie hier.

Wie melde ich meine Mitwirkungen für die so genannten "offenen Budgets"?

Da die GVL keine Nutzungsmeldungen durch die Sende-Anstalten bereitstellen kann, müssen die Mitwirkungen über ein gesondertes Formular gemeldet werden. Innerhalb des Zeitraumes vom 05.01.2022 bis zur Meldefrist am 30.06.2022 finden Sie im Portal auf meine.gvl den Menü-Punkt „Offene Budgets“, worüber Sie auf das Formular für die Verteiljahre 2017 und 2018 gelangen.

Nach Meldefrist wird das Formular wieder deaktiviert. Über die Meldungen der „offenen Budgets“ für die kommenden Verteiljahre werden wir Sie natürlich wie gewohnt zeitnah per E-Mail informieren.  

Warum kann ich beim Abgeben der Meldung keine Nachweise einreichen?

Tatsächlich können viele Meldungen von uns mittlerweile automatisch bearbeitet werden, so dass es nicht immer nötig ist, einen Nachweis anzuhängen. Sollten wir denn noch Nachweis benötigen, werden wir Sie individuell darüber informieren und Sie bitten, die entsprechenden Dokumente über unser artsys-Portal hochzuladen.

Bitte sehen Sie deshalb davon ab uns Nachweise per E-Mail zuzusenden.

Warum hat das Euro-Symbol in der alten Produktsuche den Vermerk, dass die Anzeige ungenau sein kann?

Das Euro-Zeichen in der alten Portalsuche ist immer dann aktiviert, wenn Nutzungen, d.h. Ausstrahlungen der betreffenden Produktion vorliegen. Allerdings variiert die Liste der von der GVL ausgewerteten Sender jährlich: Neue Sender kommen hinzu, dafür fallen andere weg. Manchmal sind zu diesem Zeitpunkt bereits Nutzungsinformationen ins Portal gelangt, d.h. das Euro-Symbol ist aktiviert, obwohl gar keine Vergütung stattfindet.

Im umgekehrten Fall kann es vorkommen, dass eine Produktion zwar keine Nutzung und deshalb ein ausgegrautes Euro-Symbol hat, später aber mit einer identischen Dublette zusammengeführt wird, an der die entsprechenden Informationen verfügbar sind. Dann würde eine Meldung an einer solchen Produktion eben doch zu einer Vergütung führen.

Das Euro-Symbol zeigt also zwar in den allermeisten Fällen zuverlässig eine Verteilrelevanz an, kann aber auch irreführend sein. In der neuen Produktsuche  nennen wir die entsprechende Anzeige deshalb „Ausstrahlung“, um Missverständnisse zu vermeiden.

Informationen zu den jährlich ausgewerteten Sendern finden Sie in den jeweiligen Verteilungsplänen.

Ich habe als Musiker*in in Archivmusik mitgewirkt, weiß aber nicht, in welchen Filmen oder Serien diese benutzt wurde – kann ich trotzdem melden?

Eine Mitwirkung können Sie immer nur dann melden, wenn Sie wissen, in welcher Film- bzw. Serienproduktion der jeweilige Musiktitel enthalten ist. Eine Lizenz für die Verwendung von Archivmusiktiteln wird oft erteilt, ohne dass sich z.B. der/die Filmhersteller*in dabei zu einer Meldung an die GVL verpflichten muss. Aus diesem Grund bleibt uns unbekannt, dass der Titel im entsprechenden Film verwendet wird.

Wenn Ihnen der Filmtitel nicht bekannt ist und Sie diese Information auch nicht recherchieren oder z.B. vom Archivmusik-Label in Erfahrung bringen können, werden Sie diese Mitwirkung nicht melden können.

Was ist ein Klangkörper und wer ist Klangkörpervertreter*in?

Als Klangkörper (Orchester, Chöre und Big Bands) bezeichnen wir Gruppen ab 10 mitwirkenden Musiker*innen/Sänger*innen, die häufig in gleichbleibender Besetzung und unter einem festen, eigenen Namen auftreten bzw. Produktionen einspielen.

Der/die Klangkörpervertreter*in ist ein*e vom Klangkörper Bevollmächtigte*r, der/die die Mitwirkungen stellvertretend für die Mitglieder des Klangkörpers meldet. Dadurch werden den Klangkörpermitgliedern die Einzelmeldungen und Nachweisvorlagen erspart wodurch sich auf beiden Seiten der Bearbeitungsaufwand reduziert.

Warum finde ich eine Produktion, die auf DVD oder Blu-Ray veröffentlich wurde, nicht in der Datenbank?

Für die Veröffentlichung und den Verkauf von DVDs oder Blu-Rays findet keine Auswertung durch die GVL statt. Hintergrund dessen ist, dass wir nur Vergütungen für so genannte Zeitverwertungsrechte ausschütten können. Kinofilme und Disc-Releases sind so genannte Primärrechte, die bereits über den Produktionsvertrag abgegolten sind.

Verteilungen

Wo finde ich Informationen zu Vergütungen aus Privatkopie und Vermietung/Verleih (Künstler*innen)?

Informationen zu Vergütungen aus Privatkopie und Vermietung/Verleih (Künstler*innen) finden Sie hier.

Was bedeutet der Abzug von „Verwaltungskosten GVL / Inkassokosten“ auf Auszahlungsmitteilungen des Typs „Vergütung Private Vervielfältigung und Vermietung & Verleih"?

Die ausgewiesenen Beträge bestehen aus zwei unterschiedlichen Anteilen: Erstens aus den Verwaltungskosten der GVL, die auf diesen Vergütungsanteil prozentual anfallen. Der zweite Bestandteil sind Kosten, die uns in Rechnung gestellt werden. Auf Grundlage von § 44 des Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG) hat die GVL mit verschiedenen Partnern Vereinbarungen über den Einzug von Geldern getroffen, z.B. die Erlöse aus den Bereichen private Vervielfältigung und Vermietung & Verleih. Darum kümmern sich Organisationen wie die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ), die Zentralstelle für Bibliothekstantiemen (ZBT) oder die Zentralstelle für Videovermietung (ZVV).

Inkassokosten sind seit einer Änderung der steuerrechtlichen Betrachtung der Einnahmen aus der Privatkopie separat auszuweisen und unterliegen der Mehrwertsteuer. Durch diese Neuregelung wird ihre Verrechnung mit den Einnahmen nun transparent.

Die Vergütung selbst ändert sich dadurch nicht. Die Kosten werden selbstverständlich nur dann anteilig verrechnet, wenn auch wirklich Gelder für Sie zur Ausschüttung kommen.  

Was ist der Unterschied zwischen Erst-, Folge- und Schlussverteilung?

Ein Verteilungszyklus setzt sich aus der Meldephase, den Erst-, und Folgeverteilungen, sowie der Schlussverteilung zusammen.

Erst- und Folgeverteilung

Nach einer Erstverteilung stehen mindestens zwei Folgeverteilungen an, in denen z.B. neu gemeldete Mitwirkungen vergütet, einzelne Parameter neu berechnet oder nachträgliche Einnahmen verteilt werden. Vergütungen, die Berechtigte in der Erst- und den Folgeverteilungen erhalten, sind Zwischenbeträge bis die Meldephase abgelaufen ist und feststeht, wie viele Künstler einen Anspruch auf Vergütungen aus dem Verteilungsjahr angemeldet haben.

Schlussverteilung

Die Schlussverteilung erfolgt nach Ablauf der Meldephase. Dann werden alle für das jeweilige Verteilungsjahr reservierten, aber bis dahin nicht von Künstlern eingeforderten Vergütungen aufgelöst und an alle Künstler mit bestehenden Mitwirkungsmeldungen ausgezahlt. Die Schlussverteilung beendet den Verteilungszyklus.

Welche Meldefristen gelten derzeit für Künstler*innen?

Um die Berücksichtigung aller Mitwirkungen für die Schlussverteilungen 2015 und 2016 sicherstellen zu können, baten wir unsere berechtigten Künstler*innen, ihre Meldungen für diese Nutzungsjahre bis zum 30.04.2021 über meine.gvl abzugeben. Dieser Meldeschluss galt auch für die sogenannten „offenen Unterbudgets“ für die Jahre 2015 und 2016. Für Radioeigenproduktionen (Wort) war eine Meldefrist bis 31.05.2021 vorgesehen. Der Meldeschluss für Mitwirkungen an Produktionen, die 2017 ausgestrahlt wurden, steht bisher noch nicht fest.

Warum erhalte ich manchmal zwei Auszahlungsmitteilungen?

Grundsätzlich erhöht es die Transparenz der Berechnung und weist die Erlöse in mehrwertsteuerpflichtig und nicht mehrwertsteuerpflichtig aus.

Denn: Aufgrund eines Beschlusses des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) unterliegen bestimmte Vergütungsansprüche nach §§ 27, 54, 54a, 54c UrhG nicht mehr der Umsatzsteuerpflicht.

Dies betrifft alle Erlöse aus den Rechtekategorien Privatkopie (ZPÜ) und Vermietung und Verleih.

Die GVL hat Ihre Abrechnungssysteme entsprechend angepasst. Für Sie bedeutet dies konkret, dass  zu jeder Auszahlung zwei separate Auszahlungsmitteilungen bereitgestellt werden, wenn Sie an der Verteilung von Privatkopieerlösen teilnehmen.

In diesem Fall differenzieren die Auszahlungsmitteilungen zwischen mehrwertsteuerpflichtigen und nicht mehrwertsteuerpflichtigen Erlösen. Unsere Detailreports haben wir dahingehend angepasst, dass beide Erlösquellen separat dargestellt werden, Sie aber nach wie vor die Gesamtsumme nachvollziehen können.

Anders als die Erlöse selbst unterliegen jedoch die mit der Privatkopie verbundenen Inkassokosten der aktuell gesenkten Mehrwertsteuerpflicht und werden auf Ihrer Abrechnung entsprechend ausgewiesen.

Wichtig: Die Auszahlung an Sie geschieht trotz getrennter Abrechnungsdokumente in einer gemeinsamen Überweisung des gesamten Auszahlbetrags.

Gefährden die Ausschüttungen der GVL die staatlichen Coronahilfen?

Ausschüttungen der GVL gefährden keine staatlichen Coronahilfen

Das Staatsministerin für Kultur und Medien (BKM) hat uns in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft bestätigt: aktuelle Vergütungen durch Verwertungsgesellschaften haben keinen Einfluss auf die außerordentlichen Wirtschaftshilfen der Bundesregierung im November und Dezember 2020.

Die aktuell erfolgenden Ausschüttungen von Verwertungsgesellschaften, die sich auf zurückliegende Leistungszeiträume beziehen, bleiben bei der Umsatzberechnung im Rahmen der Hilfsprogramme unberücksichtigt.

Konkret wird bei der Umsatzberechnung der steuerbare Umsatz nach § 1 Umsatzsteuergesetz zu Grunde gelegt. Ein Umsatz wurde danach grundsätzlich in einem bestimmten Monat erzielt, wenn die Leistung in diesem Monat erbracht wurde. Relevant ist also i.d.R. das Datum der Leistungserbringung und nicht der Zeitpunkt des Auftrags- bzw. Zahlungseingangs, im Kontext der GVL z.B. die Künstlerverteilung für die Jahre 2015 bis 2019 im November 2020. Zahlungseingänge ohne Leistungserstellung führen also nicht zu einem Ausschluss von der Antragstellung

Gibt es Wahlmöglichkeiten bei den Auszahlungsterminen? Kann ich eine Auszahlung nach hinten verschieben oder aussetzen?

Leider können wir diesem Wunsch nicht entsprechen. Als Treuhänder sind wir dazu verpflichtet, zugewiesene Gelder schnellstmöglich auszuzahlen. Wir haben technisch und rechtlich keine Möglichkeit, Gelder wie eine Bank vorzuhalten oder zu einem Wunschtermin zu überweisen.  

Im Fall der Corona-Vorschüsse konnten die Berechtigten selbst entscheiden, ob sie diese beantragen und gegebenenfalls Verrechnungen in Kauf nehmen, da es sich um ein freiwilliges Angebot und nicht um eine fristgebundene Zahlung handelte. Im Fall der Regelverteilungen ist ein Verzicht oder Aufschub rechtlich leider nicht möglich. Ein Zurückhalten von Geldern durch uns kann als strafbare Beihilfe zur Leistungserschleichung angesehen werden.

Die aktuelle GVL-Auszahlung kollidiert mit meinen finanziellen Corona-Hilfen, die ich beantragt habe bzw. in Anspruch nehme. Kann ich die aktuelle GVL-Ausschüttung ganz oder teilweise an die GVL zurückzahlen?

Uns ist bewusst, dass sich ein Teil unserer Berechtigten wegen der Corona-bedingten Einschränkungen in einer sehr belastenden Situation befindet, in der sich die finanziellen Rahmenbedingungen mit Blick auf Unterstützungsleistungen fortlaufend verändern und die finanzielle Gesamtsituation stetig neu bewertet werden muss. Allerdings wartet der weitaus überwiegende Teil unserer Berechtigten dringend auf die Ausschüttungen.

Kann ich die Corona-Soforthilfe von 250,- € noch beantragen?

Die Soforthilfe der GVL kann auch weiterhin einmalig beantragt werden, falls nicht bereits geschehen. Bitte beachten Sie, dass dies evtl. mit sonstigen Sozialleistungen vom Staat verrechnet wird. Bitte wenden Sie sich an coronahilfe@gvl.de. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.gvl.de/coronahilfe.

Wieso habe ich keine Ausschüttung bekommen?

Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben:

  • Haben sich in der letzten Zeit Ihre Stammdaten geändert? Falls es z.B. einen Post- oder Bankrückläufer gab, kann keine Ausschüttung vorgenommen werden. Kontaktieren Sie uns bitte, um Ihre Daten auf den aktuellen Stand zu bringen.
  • Haben Sie in der letzten Zeit Abschlagszahlungen wie z.B. den Corona-Vorschuss erhalten? Dann wurde der Verteilbetrag vermutlich vollständig verrechnet oder liegt nun unter der Mindestgrenze von 5 €.
  • Der Auszahlungsbetrag liegt unter der Mindestgrenze von 5 €.
  • In manchen Fällen muss die Prognose für den Wert einer Mitwirkung an einer Produktion nach unten korrigiert werden. Überzahlungen, die bis dahin stattgefunden haben, müssen zunächst mit den Auszahlungssummen verrechnet werden.
  • Produktionen, für die Sie keine Vergütung erhalten haben, wurden möglicherweise im aktuell zur Verteilung stehenden Zeitraum nicht auf einem von der GVL ausgewerteten Sender ausgestrahlt.

Welche Nutzungsjahre werden in der aktuellen Verteilung berücksichtigt?

Bei der GVL gibt es parallel laufende Verteilungen. Aktuell stehen wir kurz vor der Schlussverteilung 2015/2016.

Die Verteilungen beziehen sich auf die Produktionen, die im jeweiligen Jahr genutzt wurden.

Kann ich meine Ausschüttungsbeträge schon vor der Auszahlung erfahren?

Leider nein, den tatsächlichen Überweisungsbetrag erhalten Sie erst am Tag der Auszahlung anhand einer Auszahlungsmitteilung. Wenige Tage später stehen Ihnen im Künstlerportal Detailreports zur Verfügung, in denen die voraussichtliche Gesamtvergütung bis zum Ende des Verteilfensters pro Produktion aufgeführt ist.

An wen wende ich mich mit konkreten steuerlichen Fragen?

Bitte wenden Sie sich bei steuerlichen Fragen oder zu Ihrer Überweisung direkt an unsere Gruppe Verteilungsfinanzen: finanzen.berechtigte@gvl.de oder Mo.-Fr. von 9:30 – 14:00 Uhr telefonisch unter 030 48483 634

Warum stellt die GVL keine Bescheinigung über die besondere Höhe ihrer Ausschüttungen mehr aus, wie im Jahr 2018?

2018 hat die GVL ein Dokument namens „Mitteilung der GVL über die Ausschüttungsvolumina im Jahr 2018“ zum Download bereitgestellt. Dieses Schreiben sollte die Berechtigten bei ihrer Steuererklärung unterstützen und helfen, hohe Abschläge zu vermeiden. Es hatte allerdings keine Rechtsverbindlichkeit für die zuständigen Finanzbehörden.

Wir haben darin erläutert, dass die GVL aufgrund eines grundlegenden technischen Systemwechsels 2018 ausnahmsweise drei Schlussverteilungen gleichzeitig (für die Jahre 2010-2012) durchführen musste. Dementsprechend wurden in diesem Jahr ungewöhnlich hohe Vergütungsbeträge an unsere Berechtigten ausgeschüttet.

Seitdem sind die Ausschüttungen der GVL planbarer geworden: Im Jahr 2020 fand noch eine doppelte Schlussverteilung für die Jahre 2013 und 2014 statt. Im Jahr 2021 wurden, wie zuvor angekündigt, die Vergütungen für die Jahre 2015 und 2016 final verteilt. 2022 wird letztmals eine doppelte Schlussverteilung für die Jahre 2017 und 2018 stattfinden.

Das Argument „unvorhergesehener“ hoher Ausschüttungen ist somit nicht mehr haltbar. Wir können deshalb keine Bescheinigungen mehr zur Verfügung stellen.

An wen wende ich mich bei Fragen zu meiner Überweisung?

Bitte wenden Sie sich bei steuerlichen Fragen oder zu Ihrer Überweisung direkt an unsere Gruppe Verteilungsfinanzen: finanzen.berechtigte@gvl.de oder Mo.-Fr. von 9:30 – 14:00 Uhr telefonisch unter 030 48483 634

Wie funktioniert das Verteilsystem seit 2010?

Im Jahr 2010 veranlasste die EU-Kommission die GVL dazu, ihr Verteilungssystem auf den international gültigen Standard umzustellen. Das bedeutete, dass wir unser Künstlerverteilsystem von der honorarbasierten Abrechnung auf eine nutzungsbasierte Berechnung umgestellt haben. Seitdem ist es nicht mehr entscheidend, wie viel Honorar ein Künstler für eine Produktion erhalten hat. Für die heutige Vergütung bildet die tatsächliche Nutzung einer Produktion in Rundfunk/Fernsehen die Grundlage.

Was heißt nutzungsbasierte Verteilung?

Berechnungsgrundlage für die Verteilung ist die Ausstrahlung einer Produktion in Rundfunk und/oder Fernsehen nach Sendeminuten. In Radio und TV läuft in einer Sendung in der Regel nicht ein ganzes Album, sondern es werden einzelne Titel gespielt. Für die Verteilung relevant ist, wie viele Minuten lang ein Werk ausgestrahlt wird. Diese Sendeminuten fallen nur für einzelne, wirklich genutzte Titel an. Radiostationen und TV-Sender geben die gespielten Titel mit den jeweiligen Sendeminuten an uns weiter. Wir gleichen diese mit den Mitwirkungsmeldungen ab, die Sie über unser Online-Portal meine.gvl abgegeben haben. Wurde eine Produktion, an der Sie nachweislich mitgewirkt haben, gesendet, erhalten Sie von der GVL dafür Vergütungen.

Weitere Informationen über die Errechnung von Ansprüchen finden Sie hier.

Warum ist es wichtig, dass ich meine Mitwirkungen melde?

Nur wenn Sie Ihre Mitwirkungen an künstlerischen Produktionen an die GVL melden, können wir diese mit den ausgestrahlten Sendungen in Rundfunk und Fernsehen abgleichen. Die Meldung ist eine Voraussetzung dafür, dass Sie Vergütungen für Ihre durch Rundfunk/Fernsehen genutzten Produktionen erhalten.

Warum muss ich meine Mitwirkungen online noch einmal melden? Der GVL liegen doch aus den vergangenen Jahren alle Daten vor.

Mit der Umstellung auf das nutzungsbasierte Verteilsystem wurden die Prüfkriterien für die gemeldeten Mitwirkungen geändert. Da wir Ihre Mitwirkungen seit 2010 trackbezogen betrachten, sind unsere Prüfkriterien heute viel detaillierter als vor der Systemumstellung. Des Weiteren wurden die vor 2010 eingereichten Nachweise in der Regel an die Künstler zurückgeschickt, so dass sie uns als Nachweisgrundlage nicht mehr vorliegen. Um Ihre Mitwirkungsmeldungen zu verifizieren, recherchieren wir heute erst in allen uns vorliegenden und zur Verfügung stehenden Quellen, um die Bestätigung Ihrer Mitwirkung sicher zu stellen. Nur im Ausnahmefall, wenn unsere Recherche keinen Erfolg hatte, wenden wir uns an Sie mit einer Nachweisanforderung.

Was sind Dubletten und wie gehen wir damit um?

Dubletten sind Datensätze innerhalb der GVL-Datenbanken, die ein- und dasselbe Produkt bezeichnen, aber aufgrund von Schreib- oder Übertragungsfehlern leicht abweichende Bezeichnungen tragen und somit fälschlicherweise mehrfach in der Datenbank auftauchen. Kurzum: Dubletten sind unerwünschte Zwillinge von Datensätzen.

Die GVL arbeitet mit Hochdruck daran, diese Daten-Dubletten zu erkennen und zu einem einzigen und eindeutigen Datensatz zusammenzuführen. Als Künstler hilft Ihnen diese Bereinigung, denn je eindeutiger und klarer unser Datenpool ist, umso einfacher und schneller können Sie Mitwirkungen auf Produktionen melden. 

Bitte beachten Sie: Durch die Entfernung von Dubletten kann die Gesamtanzahl Ihrer Mitwirkungsmeldungen sinken, allerdings sorgen wir dafür, dass alle Meldungen auf den verbleibenden Datensatz übertragen werden und sich dadurch die Vergütung nicht verringert. Zudem erhalten Sie nun einen besseren Überblick über Ihre Produktionen. 

Was bedeutet Degression?

Die GVL-Verteilungsrechnung folgt einem Verteilungsplan, der feste Verteilregeln vorgibt. Im Rahmen der Verteilungsrechnung gibt es einen sogenannten Degressionsfaktor, d.h. bei besonders intensiven Nutzungen wird die Vergütung stufenweise reduziert. 

Im Zuge der Reduktion von Dubletten (siehe oben) kann es sein, dass ein Produkt nach der Bereinigung eine höhere Summe von Nutzungseinheiten auf sich vereint. In diesem Fall könnte die Summe der Nutzungseinheiten mögliche Schwellenwerte der Degression überschreiten: Ab einem bestimmten Schwellenwert von summierten Nutzungseinheiten für eine Produktion werden dann alle über diesem Wert liegenden Nutzungseinheiten nicht mehr zu 100 Prozent gewichtet.

Die erste Degressionsstufe greift bei

  • Tonträgern Wort & Musik ab mehr als 30.000 Nutzungseinheiten
  • Rundfunkproduktionen Musik ab 15.000 Nutzungseinheiten
  • AV-Produktionen/Rundfunkausstrahlungen Wort ab der 5. Ausstrahlung

Alle Details zur Verteilungsrechnung finden Sie auch auf unsere Website.

Wir sind zuversichtlich, dass die Schlussverteilung der reservierten Vergütungen – deren Höhe erst Mitte Dezember feststeht – hier Rückforderungen ausschließt. Würden sich Rückzahlungen aus einer erstmalig greifenden Degression ergeben, würden diese mit zukünftigen Ausschüttungen verrechnet. Kein Berechtigter muss Gelder zurückzahlen.

Sollten Sie mehrere unterschiedliche Mitwirkungen (z.B. unterschiedliche Instrumente) auf ein Produkt gemeldet haben, werden diese Mitwirkungen natürlich getrennt betrachtet und bleiben als verschiedene nicht identische Mitwirkungen bestehen.

Ich habe keinen PC und/oder Internetzugang. Kann ich trotzdem melden?

Um das Online-Portal meine.gvl.de nutzen und Ihre Mitwirkungsmeldungen darin melden zu können, benötigen Sie einen PC mit Internetzugang. Denn Ihre Mitwirkungsmeldungen werden in unserem System zentral gespeichert und automatisch mit den entsprechenden Produktdaten der Nutzer abgeglichen. Auf diese Weise arbeiten wir sehr wirtschaftlich. Eine manuelle Zuordnung von schriftlich eingegangenen Mitwirkungen zu den entsprechenden Produktdaten wäre dagegen sehr zeitaufwendig und mit hohen Kosten verbunden – Geld, mit welchem wir im Auftrag unserer Berechtigten sehr verantwortungsbewusst umgehen.

Dennoch bieten wir Künstlern ohne PC und/oder keinem Internetzugang die Möglichkeit Ihre Mitwirkungsmeldungen schriftlich einzureichen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir als treuhänderische Verwertungsgesellschaft dafür eine Bearbeitungsgebühr für diesen Mehraufwand erheben müssen. Die Höhe wird gegenwärtig mit unserer Aufsichtsbehörde – dem DPMA – abgestimmt.

Unser neuer Service unterstützt Sie in der Online-Anmeldung! Mit dem neuen Meldebereich im Online-Portal meine.gvl.de bieten wir Ihnen nicht nur eine komfortable Benutzerführung, sondern auch eine vereinfachte Meldemöglichkeit. Gerne führen wir Sie durch das Online-Portal, um Sie bei der Suche nach Produktionen und der Online-Anmeldung Ihrer Mitwirkung zu unterstützen. Nicht zuletzt können wir auf diese Weise die Bearbeitungsgebühr für Sie vermeiden.

Wo finde ich Informationen zur Mehrwertsteueranpassung?

Für Ausschüttungen der Einnahmen im zweiten Halbjahr 2020 wird sich die Mehrwertsteuersenkung nicht auswirken, da sie Leistungen aus vergangenen Verteilungsjahren betreffen.

Hinsichtlich des Prozederes für Ausschüttungen aus dem Verteilungsjahr 2020 ab 2021 sind wir in Abstimmung mit den Finanzbehörden und informieren Sie hier über aktuelle Neuigkeiten.

Offene Budgets

Was sind offene Budgets? Welche Budgets gehören dazu?

Der Begriff "offene Budgets" steht für die kleinen GVL-Unterbudgets. Dazu zählen laut GVL-Verteilungsplan:

  • Radio-JinglesRadio-Werbung
  • Musik in Radio-Hörspielen
  • Fernseh-Dokusoaps
  • Fernseh-Einzelbeiträge (d.h. künstlerische Mitwirkungen in non-fiktionalen Formaten, insbesondere in Unterhaltungsshows, aber auch in Kindersendungen. Beispiele: musikalischer Live-Auftritt, Comedy-Live-Auftritt, fiktionale Szenen – etwa in “Aktenzeichen XY … ungelöst”, Zeichentrickszenen etc.)
  • Fernseh-Werbung
  • Dokumentar-Kinofilme im Fernsehen (Kinoproduktionen, die auch im Fernsehen gesendet wurden)
  • Fernseh-Dokumentarproduktionen (produziert fürs Fernsehen)  
  • Titel- und Hintergrundmusik (für alle hier genannten, außer für Dokumentar-Produktionen)

Wie groß sind die Unterbudgets im Vergleich zu den anderen GVL-Budgets? Welche Vergütungen kann ich für meine Mitwirkungen erwarten?

Die offenen Unterbudgets machen insgesamt weniger als 3% der GVL-Gesamtverteilsumme für ausübende Künstler und Künstlerinnen pro Jahr aus. Die Verteilbeträge ergeben sich vorwiegend aus Privatkopie-Abgaben und fallen dementsprechend verhältnismäßig niedrig aus. Aus diesem Grund wollen wir Ihren und unseren Aufwand so gering wie nur möglich gestalten.  

Wie melde ich meine Mitwirkungen für die offenen Budgets?

Da die GVL keine Nutzungsmeldungen durch die Sende-Anstalten bereitstellen kann, müssen die Mitwirkungen über ein gesondertes Formular gemeldet werden. Innerhalb des Zeitraumes vom 05.01.2022 bis zur Meldefrist am 30.06.2022 finden Sie im Portal auf meine.gvl den Menü-Punkt „Offene Budgets“, worüber Sie auf das Formular für die Verteiljahre 2017 und 2018 gelangen. Bitte beachten Sie auch die Meldehinweise.

Nach Meldefrist wird das Formular wieder deaktiviert. Über die Meldungen der „offenen Budgets“ für die kommenden Verteiljahre werden wir Sie natürlich wie gewohnt zeitnah per E-Mail informieren.  

Was ist mit Ausstrahlungen vor dem Verteiljahr 2017?

Ihre Meldungen für die Unterbudgets für die Jahre 2010-2014 wurden bis Ende 2020 aufgenommen und im April 2021 vergütet. Die Meldungen für die Nutzungsjahre 2015–2016 erfolgten bis zum 30.04.2021. Die Ausschüttung dieser Vergütungen wurde Ende 2021 durchgeführt.  

Im Sinne einer zeitnahen Auflösung von Rückstellungen zu Gunsten der Berechtigten wurden die Vergütungen der offenen Budgets in einem vereinfachten Verfahren vollständig ausgeschüttet. Es handelt sich demnach um Schlussverteilungen und eine rückwirkende Meldung auf „offene Budgets“ der Verteiljahre 2010-2016 ist nicht mehr möglich.  

Welche Meldungen soll ich zusammenfassen?

Wenn Sie in einer fortgesetzten oder seriellen Produktion mehrfach mitgewirkt haben, melden Sie dies bitte grundsätzlich für jedes Jahr gebündelt, nicht einzelne Episoden. Dies betrifft die Unterbudgets Einzelbeiträge, Dokusoaps, Fernseh-Dokumentationen sowie Titel- und Hintergrundmusik.  

Beispiele: 

Mitwirkungen fassen Sie beispielsweise zusammen, wenn Sie...

  • mehrmals oder regelmäßig in einer bestimmten Show aufgetreten sind (z.B. musikalisch oder als Comedy-Act) 

  • mehrmals oder regelmäßig in einer Doku-Soap mitgespielt haben 

  • die Titel- oder Hintergrundmusik einer bestimmten Magazinsendung eingespielt haben 

  • an der Musik oder in fiktiven Schauspiel-Szenen von Fernseh-Dokumentationen mitgewirkt haben, die in mehreren Folgen mit identischem Titel oder Untertitel ausgestrahlt wurden. 

Melden Sie bei derart zusammenhängenden Produktionen nicht die Einzelsendungen, sondern geben unter „Ausstrahlungshäufigkeit“ die Gesamtzahl der Ausstrahlungen innerhalb des jeweiligen Jahres an. 
 

Wenn Sie beispielhaft am fiktiven Dokumentar-Format „Wilde Tiere“ mitgewirkt hätten, würden Sie folgende Titel zusammenfassen müssen, die in einem Jahr zur Ausstrahlung kamen:  

 

Reihe „Raubkatzen“, Folge 1: Der Löwe (1 Std.)  

 

Reihe „Raubkatzen“, Folge 2: Der Tiger (1 Std.)  

 

Reihe „Raubkatzen“, Folge 3: Der Panther (1. Std.)  

 

Reihe „Raubkatzen“, Folge 4: Der Jaguar (1.Std.) 

 

Reihe „Meerestiere“, Folge 1: Der Blauwal (1 Std.)  

 

Reihe „Meerestiere“, Folge 2: Der weiße Hai (1 Std.)  

 

Reihe „Meerestiere“, Folge 3: Die Riesenkrake (1 Std.) 
 

 

Bitte fassen Sie diese Produktionen als “Wilde Tiere (Raubkatzen/Meerestiere)” in einer Meldung zusammenfassen und erhöhen die entsprechende Anzahl der Ausstrahlungshäufigkeit. Die Produktionsdauer wäre in diesem Beispiel 01:00:00. 

 

Auch mehrere Auftritte innerhalb einer Sendung, z.B. Musikauftritte innerhalb einer Show, melden Sie bitte gebündelt. Passen Sie dazu einfach die Produktionsdauer entsprechend der Gesamtlänge Ihrer Beiträge an. 

 

 

Wenn Sie z.B. in einer Late Night Show mit der Showband durchschnittlich in fünf je 30-sekündigen Musikeinspielern auftreten, melden Sie bitte einen Einzelbeitrag mit einer Produktionsdauer von 00:02:30. Beim der Ausstrahlungshäufigkeit geben Sie die Gesamtzahl der Ausstrahlungen ein, bei denen Sie im jeweiligen Verteiljahr mitgewirkt haben. 

 

Welche künstlerischen Tätigkeiten/Rollen kann ich in diesen Unterbudgets melden?

Sie werden im Formular sehen, welche Rollen für Ihr gewähltes Unterbudget verfügbar sind. Insgesamt sind für die offenen Budgets folgende Rollen relevant:  

  • Sänger/-in  

  • Instrumentalmusiker/-in  

  • Dirigent/-in  

  • Schauspieler/-in  

  • Tänzer/-in  

  • Studiodirigent/-in  

  • Künstlerische/-r Produzent/-in  

  • Bühnenregisseur/-in  

  • Synchronregisseur/-in  

  • Wortregisseur/-in  

  • Stuntschauspieler/-in / Stuntdouble  

  • Synchronschauspieler/-in  

  • Synchronsprecher/-in Ensemble  

  • Künstlerische/-r Sprecher/-in / Erzähler/-in  

Veranstalter/innen und Hersteller/innen zählen nicht zu den ausübenden Künstler/innen und können nicht auf die offenen Budgets melden. 

Welche Sprechleistungen werden vergütet?

Bitte beachten Sie, dass ein Rollenwechsel vorliegen muss, der im jeweiligen Produktions-Script entsprechend ausgewiesen ist. Ein Rollenwechsel ist gegeben, wenn Sie bei Ihrer künstlerischen Werkdarbietung in die Gestalt einer anderen Person oder eines anderen Wesens eintreten. 


Grundsätzlich gilt: Sprecherleistungen sind nur dann leistungsschutzrechtlich relevant, wenn es sich dabei um eine künstlerische Interpretation eines urheberrechtlich schutzfähigen Werkes handelt. Die alleinige Wiedergabe eines urheberrechtlichen Werkes genügt nicht. Eine Interpretation ist eine gestaltende persönliche Wiedergabe mit künstlerischem Eigenwert, die die Stimmung oder das Empfinden anregen kann. Maßgebliches Indiz ist ein Rollen- oder Identitätswechsel der Sprecherin oder des Sprechers. Die reine sprachliche Übermittlung von Sachinformationen wie z.B. durch Nachrichtensprecher lässt keine künstlerischen Leistungsschutzrechte entstehen.  

Warum kann ich als Sänger*in oder Instrumentalist*in im Formular kein Instrument und keine Stimmlage angeben?  

Für die Berechnung der Vergütung bei offenen Budgets ist diese Angabe nicht erforderlich. Bitte geben Sie nur Ihre Rolle und Funktion in der jeweiligen Produktion ein.  

Wie viele und welche Meldungen kann ich an einer Produktion abgeben?

Sie können maximal zwei Meldungen an einer Produktion abgeben. Dies ist im überarbeiteten Meldeformular seit 2022 in einem Meldeschritt möglich. Falls Sie zwei Meldungen abgeben, muss eine Meldung anleitend (z.B. als "künstlerische*r Produzent*in") und die andere Meldung ausführend (z.B. als "Instrumentalmusiker*in") sein. Eine Ausnahme bilden hier die Unterbudgets Fernseh-Einzelbeiträge und Musik in Hörspielen, bei denen nur eine einzelne Meldung möglich ist. Das Gleiche gilt für Mitwirkungsmeldungen durch Klangkörpervertreter*innen, die ausschließlich eine Mitwirkungsmeldung in ausübender Rolle melden können. 

Ich bin Klangkörpervertreter*in. Wie kann ich Mitwirkungen an diesen Unterbudgets anmelden?

Bitte loggen Sie sich als Klangkörpervertreter*in wie gewohnt im Portal auf meine.gvl ein (Vertragsnummer beginnend mit „090XXX“). Verwenden Sie nicht den Zugang, den Sie als ausübende*r Künstler*in haben, sondern Ihren Zugang als Klangkörpervertreter*in, den wir Ihnen per E-Mail mitgeteilt haben (ggf. erfragen Sie diesen bitte telefonisch bei der Gruppe Klassik & Klangkörper unter 030/48483-762). 

Für die Meldungen als Klangkörpervertreter*in verwenden Sie bitte ausschließlich die Funktionen Orchestermitglied (KKV), Chormitglied (KKV) oder Ensemblemitglied (KKV). 

Es wird prinzipiell die solidarische Auszahlungsart hinterlegt. Es ist nicht möglich, einzelne Mitglieder Ihres Klangkörpers aus- oder abzuwählen.  

Ich bin Erb*in oder Bevollmächtigte*r. Wie kann ich Mitwirkungen an diesen Unterbudgets anmelden?

Für die Meldungen von Mitwirkungen an den offenen Budgets benötigen Sie den Portal-Zugang zu meine.gvl der/s entsprechenden Künstler*in. Eine reine Papier-Meldung ist nicht möglich. In diesen Unterbudgets ist es leider ausgeschlossen, die Meldung von Mitwirkungen ohne Portal-Zugang abzugeben.   

Wie ist das Unterbudget "Fernseh-Einzelbeiträge" definiert? Welche Meldungen kann ich hier vornehmen?

"Einzelbeiträge“ sind künstlerische Mitwirkungen in Produktionen, die nicht durchgängig leistungsschutzrechtlich relevant sind. Fernsehshows beispielsweise enthalten auch Moderationen, Spiele und Interviews. Diese werden nicht von der GVL vergütet. Ein musikalischer Auftritt jedoch, eine Stand-up-Nummer im Kabarett oder ein Auftritt als Schauspieler*in in einem Einspielfilm, können gemeldet werden. Teilen Sie uns im Formular dazu neben dem Namen der Rahmensendung bitte immer auch den Namen und die Dauer des Einzelbeitrags mit. In diesem Unterbudget ist nur eine Meldung pro Produktion möglich. 

Ein Beispiel:  

Wenn Sie im Jahr 2017 einen musikalischen Auftritt mit der Phantasie-Band „Optiker“ in der fiktiven Spiel-Show „Ich sehe‘was, was du nicht siehst“ gehabt hätten, was im Jahr 2018 zur Ausstrahlung kam, würden Sie im Formular folgende Angaben vornehmen:  

Unterbudget: Fernseh-Einzelbeiträge  

Verteiljahr: 2018  

Produktionsname: Ich sehe‘was, was du nicht siehst  

Produktionsjahr: 2017  

Produktionsdauer (hh:mm:ss): 00:03:30 (wenn Ihr Auftritt 3 Minuten und 30 Sekunden andauerte. Die Dauer der gesamten Show ist irrelevant.)   

Name des Einzelbeitrags in Produktion/Sendung: musikalischer Auftritt mit Band Optiker  

Wie ist das Unterbudget "Musik in Radio-Hörspielen" definiert? Welche Meldungen kann ich hier vornehmen?

Sofern „Musik in Radio-Hörspielen“ mit ihrer Mitwirkung als Musiker*in in einer ausführenden Rolle oder auch als künstlerische*r Produzent*in in einer anleitenden Position ausgestrahlt wurde, können Sie sich im Formular auch auf derartige Produktion melden. Eine ausführende und gleichzeitig anleitende Mitwirkung ist in diesem Produktionsformat nicht möglich.

Wenn Sie an der Musik eines Hörspiels mitgewirkt haben (z.B. als Studiomusiker*in oder als künstlerische*r Produzent*in), das auf einem der ausgewerteten Radiosender ausgestrahlt wurde, dann können Sie Ihre Mitwirkung in diesem Unterbudget melden. Hier ist nur die Abgabe einer Meldung möglich.

Wie ist das Unterbudget "Titel- und Hintergrundmusik" definiert? Welche Meldungen kann ich hier vornehmen?  

Dieses Unterbudget erfasst Titel- und Hintergrundmusiken für nicht fiktionale Fernseh- und Radio-Produktionen (z.B. Shows und Magazine).

Als Titelmusik können Sie im Rahmen der offenen Budgets beispielsweise die Eröffnungs- und Abspannmusik von Sendungen wie Nachrichten („Tagesschau“), Magazine („Aspekte“, „Monitor“) oder Unterhaltungsshows („Fernsehgarten“, „Wetten, dass…?“) melden.  Bitte nennen Sie hier nicht die Titel-Bezeichnungen Ihrer Musikstücke, sondern nur den Titel der betreffenden Sendung.


Eine Titelmusik muss, im Unterschied zum Jingle, jeweils ein fester Bestandteil der Produktion sein.  


Als Hintergrundmusik können Sie Musikunterlegungen in Magazinsendungen und Shows melden, z.B. in Einspielfilmen.  


Bitte beachten Sie:   


Hier sind nicht Titel- und Hintergrundmusiken an fiktionalen Produktionen wie Spielfilmen und Serien gemeint. Melden Sie Ihre entsprechenden Mitwirkungen bitte weiterhin wie gewohnt über das Künstlerportal.  Auch die Musik-Mitwirkungen an dokumentarischen Produktionen melden Sie bitte im entsprechenden Unterbudget (Dokumentar-Kinofilme im Fernsehen, Fernseh-Dokumentarproduktionen oder Fernseh-Dokusoaps).

Klar abgegrenzte Musikauftritte, wie die Darbietung eines Songs, sind keine Hintergrundmusik. Melden Sie diese bitte als „Einzelbeiträge“.  

Wie ist das Unterbudget "Dokusoaps" definiert? Welche Meldungen kann ich hier vornehmen?

Hier können Sie Ihre Mitwirkung an Produktionen melden, in denen das Geschehen sowie die gezeigten Personen auf unterhaltend-dramatische Weise inszeniert und fiktionalisiert werden, z.B. Scripted-Reality-Serien.  

Voraussetzungen für die Anerkennung als Schauspieler*in oder Sprecher*in sind das Vorliegen eines Werkes im Sinne des Urheberrechtsgesetzes sowie eine künstlerische Darbietung. Diese beiden Voraussetzungen sind in der Regel erfüllt, wenn es ein Drehbuch mit (fiktionalen) Rollen und Text gibt und die Mitwirkenden unter Regieanweisungen in einem dramatisch aufgebauten Handlungsrahmen agieren.  

Eine künstlerische Darbietung im Sinne des Urheberrechts ist immer dann gegeben, wenn ein Rollenwechsel stattfindet und dabei eine fiktive Person gespielt wird. Ein Rollenwechsel wäre aber auch dann anzunehmen, wenn eine reale Anwältin/Anwalt oder Ärztin/Arzt in einer fiktionalen, dramaturgisch inszenierten Situation ohne ihre/seine eigentliche Berufsausübung als Anwältin/Anwalt oder Ärztin/Arzt mitwirkt.   

Kein Rollenwechsel liegt vor, wenn eine natürliche Person sich selbst spielt, auch wenn hier vor der Kamera möglicherweise anders agiert wird als im wirklichen Leben.  

Produktionen mit Informationscharakter („Infotainment“) können nicht vergütet werden.

Wie sind die Unterbudgets "Radio-Jingle" und "Fernseh-Jingle" definiert? Welche Meldungen kann ich hier vornehmen?  

Bei Jingles handelt es sich um eigenständige Produktionen, die als Eigenwerbung des jeweiligen Senders für das Programm zu verstehen sind, z.B. „Der Sommer auf RTL“, „Die VOX-Highlights im Oktober“. Dazu gehören auch Vorab-Trailer für einzelne Sendungen im Programm des Senders.  

Wie sind die Unterbudgets "Radio-Werbung" und "Fernseh-Werbung" definiert? Welche Meldungen kann ich hier vornehmen? 

Bei Werbung handelt es sich um eigenständige Produktionen von Markenartikeln/Brands, die ein nicht sendereigenes Produkt bewerben und eventuell auf mehreren Sendern parallel gesendet werden – also klassische Werbespots, z.B. für Genussmittel, Kleidung etc.  

Kann ich mich als Moderator*in von Fernseh- oder Radioshows anmelden?  

Nein, die Moderation von Produktionen zählt nicht zu den leistungsschutzrechtlich relevanten Tätigkeiten und wird von der GVL nicht vergütet.  

In welchem Unterbudget trage ich meine musikalischen Mitwirkungen in Fernsehgottesdiensten ein?

Wählen Sie für Ihre Mitwirkungen in Fernsehgottesdiensten bitte das Unterbudget „Fernseh-Einzelbeiträge“ aus.

Ich weiß nicht, wo und wie oft meine Musikstücke in den Unterbudgets eingesetzt wurden.

Falls Sie alle ihre verteilrelevanten Titel bereits in artsys/meine.gvl gemeldet haben, hat die GVL von den Rechtenutzern die entsprechenden Minuten gemeldet bekommen. Diese fließen bereits regulär in die Verteilung mit ein. Geben Sie deshalb keine zusätzlichen Meldungen über das Formular zu den offenen Budgets ab.  

Falls Sie unsicher sind, ob Ihre Stücke z.B. auch als Titel- oder Hintergrundmusik bzw. in anderen offenen Budgets genutzt wurden, halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Musikverlag, ob er weitere und für die Unterbudgets relevante Lizenzen erteilt hat.  

Für Werbung und Jingles in TV und Radio müssen Werbetreibende von Urheber*in oder vom Musikverlag die Rechte einholen. Hier muss im Falle einer Nutzung immer ein Nachweis vorliegen. Es ist unwahrscheinlich, dass für Werbung z.B. Archivmusik ohne Ihr Wissen genutzt wurde.  

Woher soll ich wissen, wie lang meine Produktion war und wie oft sie ausgestrahlt wurde?

Leider verfügt auch die GVL nicht über die entsprechenden Informationen, weil diese je nach Unterbudget entweder überhaupt nicht erhältlich sind oder nur zu unvertretbar hohen Kosten von kommerziellen Datenlieferanten zur Verfügung gestellt werden können. Sämtliche Angaben sind deshalb von den Berechtigten zu erbringen.  

Machen Sie die nötigen Angaben zu Sendern und Ausstrahlungshäufigkeit bitte nach bestem Gewissen und so genau wie möglich, falls Ihnen keine Dokumente mehr vorliegen. Wir wissen, dass die Produktion in vielen Fällen schon lange zurückliegt und exakte Angaben nicht immer möglich sind.  

Werden Wiederholungen der Produktionen automatisch erfasst oder muss jede Ausstrahlung angemeldet werden?

Die Anzahl der Ausstrahlungen eines Nutzungsjahres (Kalenderjahr) pro Sender wählen Sie gesammelt pro Meldung aus. Der Einfachheit halber stellen wir Korridore zur Wahl. Diese Angaben müssen für jedes Nutzungsjahr separat erfasst werden.

Woher soll ich wissen, auf welchen Sendern und wie oft meine Werbespots ausgestrahlt wurden?

Die GVL kann aufgrund der hohen Kosten keine Daten und keine genauen Sendeinformationen zu Werbespots von externen Anbietern ankaufen und bereitstellen, daher sind sämtliche Angaben von den Berechtigten zu erbringen. Auch Sie sollten aber davon absehen, solche Informationen zu kaufen.  

Viele große, deutsche Fernseh-Werbespots finden Sie auf den gängigen Suchportalen bei YouTube oder Google mit Titel-Informationen und zum Teil mit einer Angabe der ausstrahlenden Sender. Falls Sie keine Titel-Informationen finden, beschreiben Sie die Werbung bitte so konkret wie möglich (z.B. „Edeka - Weihnachts-Spot mit Dominosteinen“).  

Machen Sie die nötigen Angaben zu Sendern und Ausstrahlungshäufigkeit bitte nach bestem Gewissen und so genau wie möglich, falls Ihnen keine Dokumente mehr vorliegen. Wir wissen, dass die Produktion in vielen Fällen schon lange zurückliegt und exakte Angaben nicht immer möglich sind.  

Warum sind im Melde-Formular nicht alle Sender aufgelistet, auf denen meine Produktion zur Ausstrahlung kam? 

Die ausgewerteten Sende-Anstalten variieren je Verteilungsjahr. Es kann sein, dass Sie in einem Jahr einen Sender finden, der bereits im Folgejahr nicht mehr ausgewertet wurde, oder umgekehrt. Welche Sender ausgewertet werden, finden Sie in den jeweiligen Verteilungsplänen. Diese finden Sie hier auf unserer Website.  

Was passiert, wenn ich meine Drehtage oder Takes nicht mehr weiß?

Für einige Mitwirkungsrollen ist in den Unterbudgets "Fernseh-Dokumentarproduktionen“ und "Dokumentar-Kinofilme im Fernsehen“ die Angabe von Drehtagen bzw. Synchrontakes nötig. Falls Sie hier keine Angabe machen können, gehen Sie bitte von einem Drehtag bzw. Take aus, damit Sie dennoch eine Mindestvergütung erhalten. 

Machen Sie die nötigen Angaben zu Takes oder Drehtagen bitte nach bestem Gewissen, falls Ihnen keine Dokumente mehr vorliegen. Wir wissen, dass die Produktion in vielen Fällen schon lange zurückliegt und exakte Angaben nicht immer möglich sind.  

Ich habe in den vergangenen Jahren bereits Meldungen auf Produktionen einiger Unterbudgets im Portal artsys/meine.gvl abgegeben. Muss ich diese Meldungen im Formular noch einmal erfassen?

Bestehende Portalmeldungen zu den „Offenen Budgets“ kann die GVL für die kommenden Verteiljahre nicht mehr verarbeiten, da für diese keine Nutzungsinformationen mehr vorliegen. Sofern Sie an Produktionen aus den Kategorien der offenen Budgets in den Verteiljahren 2017 und 2018 mitgewirkt haben, so melden Sie diese bitte über das bereitgestellte Formular.  

Wieso kann ich Produktionen, die nach 2018 ausgestrahlt wurden, noch nicht melden?

Über die Meldungen der offenen Budgets für die kommenden Verteiljahre werden wir Sie wie gewohnt zeitnah per E-Mail informieren.  

Warum kann ich ausländische Nutzungen hier nicht melden?

Die GVL hat eine sehr große Bandbreite, was die unterschiedlichen Berechtigtengruppen und die Auswertung verschiedener Medientypen angeht. Eine Vielzahl der künstlerischen Mitwirkungen, die die GVL vergütet, werden von anderen Verwertungsgesellschaften weltweit überhaupt nicht berücksichtigt. Dazu gehören auch die hier erfassten Mitwirkungen an Werbespots, Jingles, nicht-fiktionalen Formaten etc.   

Da wir keine Gelder für Nutzungen aus dem Ausland erhalten, können wir diese auch nicht vergüten.  

Warum gibt es festgelegte Korridore für die Nutzung von Produktionen?

Bei den sogenannten offenen Budgets handelt es sich um kleine Unterbudgets, die pro Nutzungsjahr weniger als 3 % des Gesamtausschüttungsvolumens der GVL für Künstler und Künstlerinnen ausmachen. Im Interesse einer zeitnahen Auflösung von Rückstellungen zu Gunsten der Berechtigten haben die Gremien der GVL in Abstimmung mit dem DPMA beschlossen, die Vergütungen der offenen Budgets in einem vereinfachten Verfahren vollständig auszuschütten.   

Aus diesem Grund wurden „Korridore“ festgelegt, die sowohl den zeitlichen Rahmen einschränken als auch die Häufigkeit von Ausstrahlungen in verschiedenen Spannen „von – bis“ definieren. Das heißt, Ihre Mitwirkung wird nicht wie in den regulären Verteilungen mit einer genauen zeitlichen Sendenutzung vergütet, sondern wird einen zum Unterbudget passenden Korridor zugeordnet und pauschalisiert betrachtet.

Welche und wie viele Nachweise sind zu erbringen? 

Da die Produktionen in vielen Fällen schon lange zurückliegen und Dokumente nicht mehr immer vorhanden sind, müssen Sie uns im Formular nicht zwangsläufig einen Nachweis hochladen. Sie erleichtern uns aber enorm den Prüfungs-Aufwand, sofern Sie uns Nachweise zur Verfügung stellen können – auch aussagekräftige Bildschirmfotos, alte Verträge oder ähnliches können uns helfen. 
Bitte fassen Sie Ihre Nachweise in nur einer Datei zusammen. Mehrere separate Uploads sind nicht möglich.  

Woran erkenne ich, dass meine Meldung abgeschickt wurde?

Wenn Sie das Formular gesendet haben, erscheint der Hinweis: „Vielen Dank für Ihre Meldung!“ Gleichzeitig erhalten Sie eine Bestätigungsmail an die im Formular angegebene E-Mail-Adresse. Bitte beachten Sie, dass Sie hier den eingereichten Nachweis nicht mehr einsehen können. 

Sollte dies nicht passieren und die Formularseite erscheint erneut, dann fehlt eine wichtige Angabe. Das entsprechende Feld ist mit einem roten Hinweis für Sie gekennzeichnet

§79a Schutzfristverlängerung

Schutzfristverlängerung – Was ist das? 

Im Jahr 2013 wurde im deutschen Urheberrechtsgesetz der Schutz für Tonträger durch Einfügen eines neuen § 79a UrhG von 50 auf 70 Jahre verlängert. Ohne diese Verlängerung wären ältere Musiktitel gemeinfrei geworden und könnten vergütungsfrei genutzt werden. An den Erlösen aus dem Verkauf oder digitalen Nutzungen wie Streaming oder Download der Tonträgerhersteller in dem nun verlängerten Schutzzeitraum sollen Künstler mit Buy-Out Verträgen wirtschaftlich beteiligt werden. Dies erfolgt über die GVL.

Ab welchem Aufnahmejahr gilt die verlängerte Schutzfrist?

Das Gesetz findet Anwendung auf Tonträger, deren Schutzdauer für ausübende Künstler*innen und Tonträgerhersteller*innen am 01. November 2013 noch nicht erloschen war oder nach diesem Datum entstanden ist, mithin auf Repertoire ab dem Jahr 1963.  

Für welche Aufnahmen gilt das?

Betroffen sind Aufnahmen, an denen ein oder mehrere Studiomusiker*innen oder andere Musiker*innen (einschließlich Featured Performer*innen oder Orchestermusiker*innen) mitgewirkt haben, die damals im Wege einer Einmalzahlung (Buy-Out-Vertrag) vergütet wurden. 

Wie finde und erkenne ich die betreffenden Produktionen in meine.gvl?

In der neuen Produktsuche steht Ihnen ein gesonderter Filter zur Verfügung, mit dem Produkte mit §79a-Nutzungen angezeigt werden. Zur Kennzeichnung tragen die betreffenden Titel ein Paragraphen-Symbol („§“). Falls noch keine Mitwirkungsmeldung von Ihnen vorliegt, geben Sie diese einfach wie gewohnt ab. Falls Sie bereits Ihre Mitwirkungen gemeldet haben, ist eine erneute Meldung nicht nötig.

Wie lange habe ich Zeit, meine Mitwirkungen am Repertoire aus 1963 und 1964 zu melden?

Bitte melden Sie Ihre Mitwirkungen bis zum 31.03.2022 über meinegvl.de.

Wann findet die erste Verteilung statt?

Im ersten Halbjahr 2022 werden zum ersten Mal Gelder für Produktionen mit verlängerter Schutzfrist verteilt. Dabei geht es um Produktionen, die in den Jahren 2014 und 2015 relevante Erlöse erzielt haben.

Was ist mit Produktionen aus späteren Jahren, die ebenfalls bereits in den Zeitraum der verlängerten Schutzfrist fallen? 

Wir werden Sie über das weitere Vorgehen, z.B. neue Meldemöglichkeiten im Portal, rechtzeitig vorab informieren. 

Anmerkungen zu den Mitwirkungsrollen

Was versteht die GVL unter einem/einer...

Bühnenregisseur*in

Künstlerische*r Leiter*in von Bühnenproduktionen (Theater, Oper, Kabarett etc.), der/die die mitwirkenden Werkinterpret*innen künstlerisch anweist.

Nicht aber: Künstler*innen, die zugleich darstellerisch Mitwirkende des Werks sind. Eine anleitende künstlerische Tätigkeit kann nur während der Aufnahme stattfinden.

Background- / Studiosänger*in

Sänger*in, die nicht Teil der Band sind, dennoch bei Musik-Produktionen oder Liveauftritten in Erscheinung treten. Die Tätigkeit als Background-/Studiosänger*in kann im Zweifelsfall durch die Zahlung eines Buy-Out nachgewiesen werden.

Band- / Ensemblemitglied

Sänger*in und/oder Instrumentalmusiker*in, welche unter einem fiktiven Band-/Ensemblenamen Musik-Produktionen veröffentlichen oder als Band/Ensemble unter eigenem Namen bei TV-Aufritten und/oder Hörfunkproduktionen in Erscheinung treten. Die Mitgliedschaft in einer Band kann im Zweifelsfall durch einen internen Bandvertrag oder durch den Erhalt von Lizenzen nachgewiesen werden.


Musiker*innen von Bands ab 16 mitwirkenden Instrumentalist*innen müssen sich als Orchestermusiker*innen eintragen.

 

Dirigent*in

Leiter*in eines musizierenden Ensembles wie Chor oder Orchester, der/die die künstlerische Gestaltungshoheit besitzt und musikalische Parameter, z.B. Tempi, Dynamik und Interpretation des Musikwerkes vorgibt.

Künstlerische*r Sprecher*in / Erzähler*in

Wortinterpret in einer Produktion, bei der Lippensynchronität zu einem Bewegtbild nicht gegeben ist, z.B. Radio-Hörspiele, Hörbücher, Lyrik oder audiovisuelle Produktionen.

Nicht aber: Darbietungen ohne Rollenwechsel oder ohne die Interpretation eines künstlerischen Werks, z.B. Voice Over, Sachtexte, Reportagen.

Künstlerische*r Produzent*in

Produzent*in von Musikproduktionen, die während der Aufnahme, weitere Musiker*innen anleiten und interpretatorisch in das Werk eingreifen. Eine Selbstanleitung ist dabei nicht möglich. Tätigkeiten im Rahmen von Vor- oder Nachproduktionen, sowie bei Liveproduktionen fallen nicht unter das Leistungsschutzrecht. Co-Produzent*innen und Executive Produzenten*innen werden nicht berücksichtigt.

Schauspieler*in

Darstellende*r Interpret*in einer Rolle (auch Puppenspieler*in) in fiktionalen, audiovisuellen Produktionen oder Produktionsteilen.

Nicht aber: Darbietungen, die einer künstlerischen Interpretation nicht zugänglich sind, z.B. Komparsen, Statisten.

Solist*in

Sänger*in und/oder Instrumentalmusiker*in, die als Hauptkünstler*innen unter ihren Namen/Pseudonymen Musik-Produktionen veröffentlichen bzw. erwähnt werden (featured artists) oder unter eigenem Namen bei TV-Aufritten und/oder Hörfunkproduktionen in Erscheinung treten.

Studiodirigent*in

Leiter*in einer Gruppe von Instrumentalist*innen oder Vokalist*innen, deren Tätigkeit sich nur auf einen Teil oder Ausschnitt der Einspielung beziehen oder nur eine Instrumentengruppe oder einen Teil der Musiker*innen betreffen.


Im Gegensatz zur/zum Dirigent*in, der über ein gesamtes Werk anleitend wirkt, ist die/der Studiodirigent*in punktuell an einem Werk beteiligt.

 

Studiomusiker*in/Line-up-Musiker*in

Instrumentalmusiker*in, die nicht Teil der Band sind, dennoch bei Musik-Produktionen oder Liveauftritten in Erscheinung treten. Die Tätigkeit als Studiomusiker*in/Line-up-Musiker*in kann im Zweifelsfall durch die Zahlung eines Buy-Outs nachgewiesen werden.

Stuntdouble / Stuntplayer*in

Darstellende*r Interpret*in, bei dem/der sich eine künstlerische Mitwirkung an fiktionalen, audiovisuellen Produktionen oder Produktionsteilen aus einem Rollen- und Identitätswechsel ergibt, in dem er vorübergehend an die Stelle des vorgesehenen Schauspielers / der Schauspielerin tritt und wie diese/r durch Maske und Kostüm die Rolle einer darzustellenden Figur übernimmt.

Nicht aber: Darbietungen, die einer künstlerischen Interpretation nicht zugänglich sind, z.B. Stuntkoordinator*in, Body- oder Lichtdouble.

Synchronschauspieler*in

Sprecher*in, der/die seine/ihre Stimme einsetzt, um fremdsprachige Filme oder Filme ohne Darsteller*innen (z.B. Zeichentrickproduktionen) in die Landessprache zu übertragen. Ggf. können auch in Produktionen, die in Originalsprache ausgestrahlt werden, Sprecher*innen eingesetzt werden, die die Stimme eines Schauspielers / einer Schauspielerin ersetzen oder aktiv für das Sprechen von Hintergrundstimmen eingesetzt werden.

Nicht aber: Darbietungen, die einer künstlerischen Interpretation nicht zugänglich sind, z.B. Voice Over, Sachtexte, Reportagen.

Synchronsprecher*in Ensemble

Eine Gruppe von Sprecher*innen, die bei einer audiovisuellen Produktion für die Erstellung von Hintergrundgesprächen und Geräuschen von Massenszenen („Menge/Masse“) eingesetzt werden. Sie übernehmen auch das Sprechen von einer oder mehreren kleinen Rollen, die nicht explizit in der Besetzungsliste genannt werden, aber durchaus mit mehreren Takes an der Produktion beteiligt sein können.

Synchronregisseur*in

Verantwortliche*r Leiter*in für die künstlerische sprachliche Interpretation einer audiovisuellen Produktion (TV). Er/Sie bestimmt das Werk, das in der Regel auf einer schriftlichen Vorlage basiert, durch die Gestaltung sprachlicher Kriterien wie Tempo, Dynamik, Tonlage und Lippensynchronität.

Tänzer*in

Darsteller*in, der/die nach Regieanweisung auf Musik ausgeführte Körperbewegungen in fiktionalen, audiovisuellen Produktionen oder Produktionsteilen ausübt.

Wortregisseur*in

Künstlerische*r Leiter*in von Wortinterpret*innen, der/die die künstlerische Interpretation z.B. eines Hörspiels oder Hörbuchs durch die Gestaltung sprachlicher Kriterien wie Tempo, Dynamik und Tonlage verantwortlich bestimmt.

Videoclipregisseur*in

Künstlerische*r Leiter*in von Musikvideoclipproduktionen, die die künstlerische Interpretation eines Clips während der Aufnahme, durch die filmische Umsetzung von Musikstücken, verantwortlich bestimmen.

Sonstige*r Videoclipurheber*in

Sonstige*r Videoclipurheber*innen umfassen die Tätigkeiten als Kameramann/-frau, Kostümbildner*in, Szenenbildner*in/Filmarchitekt*in, Cutter*in/Schnittmeister*in bei einer Musikvideoclipproduktion. In Ausnahmen: Maskenbildner*in/Choreograph*in.

Vergütungen aus Privatkopie und Vermietung/Verleih (Künstler*innen)

Warum gibt es seit 2020 zwei Auszahlungsmitteilungen?

Aufgrund eines Beschlusses des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) unterliegen bestimmte Vergütungsansprüche nach §§ 27, 54, 54a, 54c UrhG nicht mehr der Umsatzsteuerpflicht.

Dies betrifft alle Erlöse aus den Rechtekategorien Privatkopie (ZPÜ) und Vermietung und Verleih.

Die GVL hat Ihre Abrechnungssysteme entsprechend angepasst. Für Sie bedeutet dies konkret, dass  zu jeder Auszahlung zwei separate Auszahlungsmitteilungen bereitgestellt werden, wenn Sie an der Verteilung von Privatkopieerlösen teilnehmen.

In diesem Fall differenzieren die Auszahlungsmitteilungen zwischen mehrwertsteuerpflichtigen und nicht mehrwertsteuerpflichtigen Erlösen. Unsere Detailreports haben wir dahingehend angepasst, dass beide Erlösquellen separat dargestellt werden, Sie aber nach wie vor die Gesamtsumme nachvollziehen können.

Anders als die Erlöse selbst unterliegen jedoch die mit der Privatkopie verbundenen Inkassokosten der Mehrwertsteuerpflicht und werden auf Ihrer Abrechnung entsprechend ausgewiesen.

Wichtig: Die Auszahlung an Sie geschieht trotz getrennter Abrechnungsdokumente in einer gemeinsamen Überweisung des gesamten Auszahlbetrags.

Zusammengefasst:

  • zu jeder Verteilungs-Ausschüttung gibt es zwei Auszahlungsmitteilungen (wenn in Einnahmen in den Erlösgruppen erzielt wurden)
  • beide Teilsummen zusammen ergeben den Auszahlungsbetrag
  • die Detailreports zeigen sowohl die beiden Teilansprüche als auch den Gesamtanspruch
  • allgemeine Mehrwertsteuersenkung wirkt sich auf die aktuellen Ausschüttungen vergangener Verteilungsjahre nicht aus.

Kurzum: Es erhöht die Transparenz der Berechnung und weist die Erlöse in mehrwertsteuerpflichtig und nicht mehrwertsteuerpflichtig aus.

Was bedeutet der Abzug von „Verwaltungskosten GVL / Inkassokosten“ auf Auszahlungsmitteilungen des Typs „Vergütung Private Vervielfältigung und Vermietung & Verleih"?

Die ausgewiesenen Beträge bestehen aus zwei unterschiedlichen Anteilen: Erstens aus den Verwaltungskosten der GVL, die auf diesen Vergütungsanteil prozentual anfallen. Der zweite Bestandteil sind Kosten, die uns in Rechnung gestellt werden. Auf Grundlage von § 44 des Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG) hat die GVL mit verschiedenen Partnern Vereinbarungen über den Einzug von Geldern getroffen, z.B. die Erlöse aus den Bereichen private Vervielfältigung und Vermietung & Verleih. Darum kümmern sich Organisationen wie die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ), die Zentralstelle für Bibliothekstantiemen (ZBT) oder die Zentralstelle für Videovermietung (ZVV).

Inkassokosten sind seit einer Änderung der steuerrechtlichen Betrachtung der Einnahmen aus der Privatkopie separat auszuweisen und unterliegen der Mehrwertsteuer. Durch diese Neuregelung wird ihre Verrechnung mit den Einnahmen nun transparent.

Die Vergütung selbst ändert sich dadurch nicht. Die Kosten werden selbstverständlich nur dann anteilig verrechnet, wenn auch wirklich Gelder für Sie zur Ausschüttung kommen.  

Wie setzt sich der Überweisungsbetrag auf meinem Konto zusammen?

Der Betrag setzt sich in der Regel aus dem Endbetrag beider Auszahlungsmitteilungen zusammen. Gegebenenfalls erhalten Sie gesonderte Überweisungen innerhalb weniger Tage.

Bleiben die Auszahlungsmitteilungen ohne Inkasso unverändert?

Die Auszahlungsmitteilungen ohne Inkasso bleiben alle gleich.

Meine Meldeadresse ist im EU-Ausland mit einer gültigen Umsatzsteuer-ID bzw. Drittland, wie wirkt sich das auf die Mehrwertsteuer der Inkassokosten aus?

Ein Steuerabzug auf die Inkassokosten erfolgt nicht.

Meine Meldeadresse ist im EU-Ausland und ich habe keine Umsatzsteuer-ID?

Sie erhalten einen Steuerabzug auf die Inkassokosten.

Sie sind Kleinunternehmer?

Sie erhalten einen Steuerabzug auf die Inkassokosten.

Wodurch entstehen diese Inkassokosten?

Auf Grundlage von § 44 VGG hat die GVL folgende Repräsentationsvereinbarungen mit anderen Verwertungsgesellschaften getroffen.

Folgende Repräsentationsvereinbarungen wurden getroffen:

  1. Vereinbarung über das Inkasso der GVL mit der GEMA für Vergütungsansprüche aus der öffentlichen Wiedergabe
  2. Vereinbarung über das Inkasso der ZPÜ mit der GEMA, VG Wort, GÜFA, GWFF, VG Bild-Kunst, VFF, TWF und VGF für Vergütungsansprüche aus § 53 Abs. 1-3 UrhG in §§ 54, 54a, 54b, 54e und 54 f UrhG.
  3. Vereinbarung über das Inkasso der ZBT mit der GEMA, VG Wort, GWFF, VG Bild-Kunst, VFF, VG Musikedition und VGF für Vergütungsansprüche aus § 27 Abs. 2 und 3 UrhG.
  4. Vereinbarung über das Inkasso der ZVV mit der GEMA, VG Wort, GÜFA, GWFF, VG Bild-Kunst, VFF und VGF für Vergütungsansprüche aus § 27 Abs. 1 UrhG.

 

Weitergehende Informationen zu den Gesellschaften ZPÜ, ZBT und ZVV können Sie dem GEMA-Jahrbuch auf der Internetseite der GEMA entnehmen. Die GVL hat darüber hinaus eine Vielzahl an Repräsentationsvereinbarungen mit ausländischen Verwertungsgesellschaften geschlossen. Eine Übersicht über die Repräsentationsvereinbarungen finden sie hier.

Öffentliche Wiedergabe

Im Rahmen der Direktverteilung Öffentliche Wiedergabe vergütet die GVL Tonträger, die im jeweiligen Verteilungsjahr zwar erheblich in der Öffentlichen Wiedergabe (insbesondere im Rahmen von Großveranstaltungen/Massenveranstaltungen) genutzt wurden, jedoch eine geringe Sendenutzung erfahren haben. Mit dieser Direktverteilung wurde das ehemalige Verteilungsbudget für neu erschienene Tonträger ohne relevante Sendenutzung abgelöst (dazu auch News vom 30.07.2019).

Um an der Direktverteilung Öffentliche Wiedergabe teilnehmen zu können, müssen Berechtigte ihre Ansprüche für die Verteiljahre ab 2010 über das „Meldeformular Direktverteilung Öffentliche Wiedergabe“ / „Bescheinigung über die Öffentliche Wiedergabe“ bis 31.12.2020 geltend machen. Berechtigte können Mitwirkungen an einem Titel jeweils nach der ersten Regelverteilung für das entsprechende Nutzungsjahr bei uns geltend machen.

Bitte beachten Sie: Eine Meldung ist nur dann möglich, wenn uns sowohl das Meldeformular als auch die Bescheinigung des Veranstalters vorliegen.

Mein Titel ist nicht auf einem Tonträger erschienen. Kann ich an dem Verfahren teilnehmen?

Die Verteilung erfolgt nur an Wahrnehmungsberechtigte, die an erschienenen Tonträgern mitgewirkt haben.

Mein Titel läuft auch im Rundfunk, kann ich trotzdem an einer Verteilung teilhaben?

Ihr Titel kann im Radio gespielt worden sein, darf aber im entsprechenden Nutzungsjahr nicht mehr als 200 Minuten Sendenutzung erfahren haben.

Mein Titel wird in einem Ladenlokal immer wieder gespielt. Kann ich an dem Verfahren teilnehmen?

Nein. Das Verfahren setzt eine erhebliche Nutzung im öffentlichen Raum, zum Beispiel im Rahmen einer Massenveranstaltung, voraus.Die Verteilbeträge aus Nutzungen in kleineren öffentlichen Rahmen wie Ladenlokalen, Gastronomie etc. unterschreiten die im Verteilungsplan festgelegte Bagatellgrenze.

Mein Titel wurde letztes Jahr z.B. in einem Stadion gespielt, kann ich schon melden?

Sie können Mitwirkungen jeweils erst nach der ersten Regelverteilung für das entsprechende Nutzungsjahr bei uns geltend machen.

Welche Fristen muss ich beachten? Wann findet die Verteilung statt?

Ansprüche auf Vergütungen aus dem Verteilungsbudget „Öffentlich wiedergegebene Tonträger ohne relevante Sendenutzung“ können für die Verteiljahre 2010-2018 bis zum 31.12.2020 angemeldet werden. Eine Verteilung ist für das 1. Halbjahr 2021 (Halbjahr nach Ablauf der Meldefrist) eingeplant, aus technischen oder sachlichen Gründen ist auch eine spätere Verteilung möglich.

Welche Nachweise muss ich im Rahmen des Meldeprozess erbringen?

Zur Bearbeitung benötigen wir folgende Nachweise:

  • Nachweise für die Mitwirkung (Honorarvertrag, Rechnung, Fremdbestätigung)
  • Nachweise für die Existenz des Tonträgers (Booklet-Scan/Kopie)
  • Nachweise über die öffentliche Wiedergabe des Tonträgers („Bescheinigung über die Öffentliche Wiedergabe“)

Was muss ich bei der Meldung meiner Mitwirkung berücksichtigen?

Sie haben die Möglichkeit, zwei Mitwirkungen an einem Titel anzulegen. Achten Sie bei der Anlage der zweiten Mitwirkung bitte auf nicht zulässige Kombinationen. Unzulässige Kombinationen von Mitwirkungen innerhalb eines Titels sind:

  • Dirigent/-in UND Studiodirigent/-in
  • zwei Mitwirkungen als Sänger/-in mit identischer Funktion und abweichender oder identischer Stimmlage
  • Ensemble-/Bandmitglied UND Studiomusiker/-in
  • Ensemble-/Bandmitglied UND Solist/-in
  • Dirigent/-in UND Künstlerischer Produzent/-in

Bitte legen Sie dem Formular geeignete Nachweise bezüglich Ihrer Mitwirkung/en bei (z.B. Honorarvertrag, Rechnung, Fremdbestätigung etc.).

Der Veranstalter möchte die Bescheinigung direkt an die GVL senden, ist das möglich?

Ja, das ist möglich. Der Veranstalter kann einen Scan der Bescheinigung an oewtt@gvl.de schicken oder den Postweg (GVL, „Direktverteilung Öffentliche Wiedergabe“, Podbielskiallee 64, 14195 Berlin) wählen. Bitte achten Sie darauf, dass Sie – als Interpret – die nötigen Informationen über Ihre Person der Bescheinigung hinzufügen.

Weitere Fragen?

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