Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen von ausübenden Künstler*innen rund um die GVL. Für FAQ zu anderen Themengebieten klicken Sie hier.

Allgemeines

Wie ändere ich meine Stammdaten?

Sollte sich Ihre E-Mailadresse geändert haben, so schicken Sie einfach eine kurze Mail an meinegvl@gvl.de.

Zur Änderung Ihrer Stammdaten, also Anschrift, Kontonummer oder Kreditinstitut, nutzen Sie das entsprechende Formular, welches Sie uns unterschrieben zusenden - gerne auch als Scan per E-Mail an kuenstlervertrag@gvl.de.

Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL)
Podbielskiallee 64
14195 Berlin

Nimmt die GVL meine Rechte auch im Ausland wahr?

Ja, das ist möglich. Alle weiteren Informationen diesbezüglich finden Sie hier.

Wir haben erst kürzlich wieder Vergütungen in Höhe von 3,6 Mio. Euro für Nutzungen aus dem Ausland an ca. 11.500 Berechtigte ausgeschüttet und werden dies auch regelmäßig weiterhin tun. Informationen zu den von der GVL unterhaltenen Repräsentationsvereinbarungen für Künstler*innen und Tonträgerhersteller finden sich auf unserer Internetseite (hier).

Der Umfang von Vergütungen aus dem Ausland hängt dabei nicht nur von den Möglichkeiten der GVL, sondern auch von der Rechtslage und der bestehenden operativen und technischen Infrastruktur bei Schwestergesellschaften und deren Verteilungsplänen ab. Unterschiede schlagen sich demgemäß auch auf die erhaltenen Vergütungen durch.

Trotz erheblicher und auch erfolgreicher Standardisierungsbemühungen weichen operative Standards voneinander ab. So werden teils nicht individualisierte Zahlungen geleistet oder Zahlungen werden Verteilungsjahren nicht zugeordnet. Dies macht derzeit noch eine manuelle Aufarbeitung von Zahlungseingängen erforderlich, was wiederum oft zeitliche Verzögerungen für unsere Berechtigten mit sich bringt.

Welche Nachweise werden von der GVL akzeptiert?

Generell gilt: je aussagekräftiger der Beleg ist, desto besser! Das heißt: Ihr Name, der Name der Produktion und Ihre Tätigkeit sollten auf dem Dokument erkennbar sein. Das können Vertragsdokumente, Dispo-Zettel, Booklets und Cover, aber auch Besetzungslisten sein. Selbst ausgestellte Rechnungen können wir nur in Kombination mit einem Beleg über den Zahlungseingang akzeptieren.

Was ist der Unterschied zwischen Detailreports und Auszahlungsmitteilungen?

In den Detailreports stehen, kurz gesagt, Ihre Ansprüche, die für ein bestimmtes Nutzungsjahr prognostiziert werden. Diese prognostizierte Gesamtsumme zeigt an, wie viel Vergütung Sie am Ende der Meldefrist insgesamt voraussichtlich erhalten haben werden. (Die Gesamtsumme wird immer wieder angepasst. In der Regel nach oben, weil sukzessive Rückstellungen aufgelöst werden, manchmal aber auch nach unten, falls z.B. unerwartet mehr Mitwirkungsmeldungen bei uns eingehen als kalkuliert.)

Die Verteilung findet aufgrund der langen gesetzlichen Meldefristen in mehreren Etappen statt: Es gibt eine Erstverteilung mit einem ersten Betrag, mehrere Folgeverteilungen mit weiteren Teilzahlungen und schließlich eine Schlussverteilung, wenn die Meldefristen abgelaufen sind und das Verteilbudget komplett aufgelöst werden kann. Den Gesamtanspruch erhalten Sie immer erst am Ende des Verteilzyklus. Die verteilten Summen sollten dann addiert dem Betrag entsprechen, der im letzten Detailreport steht.

Auf den Auszahlungsmitteilungen, die sie normalerweise mit einer Ausschüttung erhalten, werden immer der aktuelle Vergütungsanspruch und darunter die zwischenzeitlich bereits ausgezahlten Beträge (mit Verweis auf das Datum der dazugehörigen älteren Auszahlungsmitteilungen) angezeigt. Die Abrechnung dokumentiert also den Verlauf der „Teilzahlungen“ der avisierten Gesamtsumme.

 

Wie sieht es mit der Rechtewahrnehmung für Streaminganbieter wie Netflix und Spotify aus?

Das Urheberrechtsgesetz unterscheidet zwischen sogenannten Exklusivrechten, die vertraglich den Verwertern eingeräumt werden, und Vergütungsansprüchen, die unabhängig von vertraglichen Regelungen per Gesetz bestehen. Die GVL nimmt bisher lediglich Vergütungsansprüche wahr. Das interaktive Streaming von audio und audiovisuellem Content ist als Exklusivrecht ausgestaltet und fällt damit nicht unter die von der GVL grundsätzlich wahrgenommenen Rechte. Zwar können auch Exklusivrechte von Verwertungsgesellschaften wahrgenommen werden – so bei der GEMA, doch bedarf deren kollektive Wahrnehmung einer großflächigen Einräumung von Rechten durch nahezu alle involvierten Rechteinhaber. Dies wiederum setzt einen generellen Konsens der Rechteinhaber und sonstigen Marktteilnehmer oder eine gesetzliche Regelung voraus. Einen Konsens können wir bisher nicht identifizieren, Vergütungsansprüche für interaktive Streaming-Rechte bestehen bisher nicht. Einer Erweiterung unseres Rechteportfolios stehen wir bei Bedarf selbstverständlich offen gegenüber.

Update: 21. Juni 2021:

Im Mai hat der Bundestag die Anpassung des deutschen Urheberrechts bestätigt. Die Urheberrechtsreform sieht neue Vergütungsansprüche für Plattformnutzungen vor, die von der GVL wahrgenommen werden können.

Mit dem „Gesetz zur Anpassung des Urheberrechts an die Erfordernisse des digitalen Binnenmarktes“ setzt Deutschland die 2019 beschlossene EU-Richtlinie zum Urheberrecht im Digitalen Binnenmarkt kurz vor Ende der Frist im Juni 2021 in deutsches Recht um. Die gesetzlichen Neuregelungen betreffen auch die von der GVL vertretenen Rechteinhaber: So sieht das neue Urheberrechts-Diensteanbieter-Gesetz (UrhDaG) einen Direktvergütungsanspruch für Künstler*innen für die Nutzungen ihrer Rechte auf Plattformen wie Youtube oder Facebook vor. 

Das Gesetz gewährt zudem neue Vergütungsansprüche für Künstler*innen und Tonträgerhersteller*innen für Nutzungen von Rechten zum Zwecke u.a. der Parodie und des Pastiches sowie für mutmaßlich erlaubte geringfügige Nutzungen. Weiterhin sehen die Anpassungen eine Ausweitung des Weitersenderechts und die Möglichkeit einer Rechtewahrnehmung für sogenannte Außenseiter ohne Wahrnehmungsvertrag vor. 

Dr. Tilo Gerlach und Guido Evers, Geschäftsführer der GVL, betonen: „Wir betrachten uns als Dienstleister der Kreativen und ihrer Partner*innen. Insofern nehmen wir den Auftrag, den wir mit der Urheberrechtsreform als GVL erhalten haben, an. Wir werden die damit einhergehenden neuen Aufgaben professionell im Sinne unserer Berechtigten umsetzen. Ob die Regelungen im Einzelnen Bestand haben werden, werden vermutlich die Gerichte klären.“

Wie ist der aktuelle Stand bezüglich der Schnittstelle zur Synchron-App?

Nach der GVL-seitigen Realisierung und Wartung der ersten Grundfunktionalität für die Synchron-App sollen die weiteren Ausbaustufen folgen. Wir bedauern sehr, dass sich diese Weiterentwicklung verzögert, da die Produktivität der GVL durch die Auswirkungen der Corona-Krise geringer ist als geplant. Wir haben – vor allem durch nötige Kinderbetreuung der Mitarbeiter*innen– mit Engpässen in unseren IT-Ressourcen zu kämpfen und müssen uns auf den Portalausbau für unsere Künstler*innen konzentrieren. Dafür mussten wir die bisherige Planung anpassen. Hinzu kommt, dass wir vorab Entwicklungsaufwand für unser internes GVL-Projekt VITA leisten müssen, damit die Synchron-App perspektivisch einen möglichst hohen Mehrwert für die Künstler*innen haben kann. Diesen Aufwand haben wir initial unterschätzt.

Uns ist bewusst, dass die Künstler*innen, die die Synchron-App nutzen, dringend auf die Weiterentwicklung der GVL-Schnittstelle warten. Wir werden das Projekt gemeinsam mit den Entwicklern der Synchron-App mit aller Kraft weiter vorantreiben. Die Umsetzung ist für 2021 fest eingeplant.

Warum erhalte ich manchmal zwei Auszahlungsmitteilungen?

Grundsätzlich erhöht es die Transparenz der Berechnung und weist die Erlöse in mehrwertsteuerpflichtig und nicht mehrwertsteuerpflichtig aus.

Denn: Aufgrund eines Beschlusses des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) unterliegen bestimmte Vergütungsansprüche nach §§ 27, 54, 54a, 54c UrhG nicht mehr der Umsatzsteuerpflicht.

Dies betrifft alle Erlöse aus den Rechtekategorien Privatkopie (ZPÜ) und Vermietung und Verleih.

Die GVL hat Ihre Abrechnungssysteme entsprechend angepasst. Für Sie bedeutet dies konkret, dass  zu jeder Auszahlung zwei separate Auszahlungsmitteilungen bereitgestellt werden, wenn Sie an der Verteilung von Privatkopieerlösen teilnehmen.

In diesem Fall differenzieren die Auszahlungsmitteilungen zwischen mehrwertsteuerpflichtigen und nicht mehrwertsteuerpflichtigen Erlösen. Unsere Detailreports haben wir dahingehend angepasst, dass beide Erlösquellen separat dargestellt werden, Sie aber nach wie vor die Gesamtsumme nachvollziehen können.

Anders als die Erlöse selbst unterliegen jedoch die mit der Privatkopie verbundenen Inkassokosten der aktuell gesenkten Mehrwertsteuerpflicht und werden auf Ihrer Abrechnung entsprechend ausgewiesen.

Wichtig: Die Auszahlung an Sie geschieht trotz getrennter Abrechnungsdokumente in einer gemeinsamen Überweisung des gesamten Auszahlbetrags.

 

 

Online-Wahrnehmungsvertrag

Wie melde ich eine minderjährige Person an?

Alle Unterlagen müssen von einem Erziehungsberechtigten unterschrieben sein. Zusätzlich zur Ausweiskopie des Künstlers (des Kindes) benötigen wir auch die Ausweiskopie des EZB. Eine Vollmacht ist nicht erforderlich.

An welche Adresse schicke ich die Unterlagen, Postfach oder Straßenadresse?

Bitte schicken die Unterlagen unterzeichnet nebst einer Kopie Ihres Personalausweises oder Reisepasses per E-Mail an kuenstlervertrag@gvl.de. Alternativ ist auch eine postalische Zusendung möglich:

GVL
Podbielskiallee 64
14195 Berlin

Muss ich alle Seiten schicken, oder reichen die Seiten mit Unterschrift?

Bitte schicken Sie uns die kompletten Unterlagen, auch die Seiten ohne Unterschrift. Gern können Sie die Dokumente doppelseitig bedrucken.

Welche Nachweise muss ich mitschicken?

Zum Zeitpunkt der Anmeldung benötigen wir keine Nachweise über Ihre künstlerischen Tätigkeiten. Eine genaue Auflistung der benötigten Unterlagen zum Vertragsabschluss finden Sie auf der Checkliste, die den Vertragsunterlagen beiliegt.

Die 2 Wochen Frist ist abgelaufen. Kann ich die Unterlagen trotzdem noch schicken?

Ja, Sie können uns die Unterlagen auch nach Ablauf der Frist zuschicken.

Ich bin bereits gemeldet. Wie komme ich an meine Vertragsnummer?

Bitte schicken Sie uns eine Kopie Ihres gültigen Ausweises an kuenstlervertrag@gvl.de. Anschließend teilen wir Ihnen Ihre Vertragsnummer mit.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich schon GVL Mitglied bin. Wie finde ich das heraus bzw. was muss ich dafür tun?

Bitte schicken Sie uns eine Kopie Ihres Ausweises an kuenstlervertrag@gvl.de.
Anschließend können wir Ihnen mitteilen, ob Sie bereits GVL Mitglied sind.

Wie melde ich als Agentur einen Künstler an?

Bitte kontaktieren Sie uns unter kuenstlervertrag@gvl.de. Wir schicken Ihnen dann die erforderlichen Dokumente.

Ich kenne meine Steuernummer nicht oder bin nicht steuerpflichtig, was trage ich ein?

Sollten Sie Ihre Steuernummer nicht kennen oder sonstige Anmerkungen zu Ihrer Steuersituation haben, so machen Sie bitte händisch einen Vermerk auf dem Steuerformular, bevor Sie uns die Unterlagen postalisch senden.

Welche Bereiche auf dem Personalausweis kann/soll ich schwärzen?

Die folgenden Angaben müssen auf Ihrer Ausweiskopie deutlich zu erkennen sein: Geburtsdatum, Name, Gültigkeitsdatum, Unterschrift, Nationalität.  Alles andere können Sie gerne schwärzen.

Meine IBAN wird nicht akzeptiert, was mache ich falsch?

Bitte achten Sie darauf, die IBAN ohne Leerzeichen einzugeben. Sollte es trotzdem nicht möglich sein, können einen sogenannten Platzhalter als IBAN
eingeben, wie zum Beispiel DE27100777770209299700. Wenn Sie Ihre Vertragsunterlagen als PDF bekommen, tragen Sie einfach händisch die korrekte IBAN Nummer ein, bevor Sie uns die Unterlagen postalisch senden.

Ich habe einen Fehler beim Ausfüllen des Formulars gemacht. Kann ich diesen händisch korrigieren oder muss ich den Vertrag neu abschließen?

Bitte ändern Sie Ihre Angaben händisch. Ein erneuter Abschluss ist aus technischen Gründen nicht möglich.

Kann ich GVL-Mitglied werden obwohl ich bereits GEMA-Mitglied bin?

Ja, auch als GEMA-Mitglied können Sie einen GVL Wahrnehmungsvertrag abschließen.

Werden digitale Unterschriften akzeptiert?

Ja, wir akzeptieren Ihre digitale Unterschrift.

Brauchen Sie die Unterlagen wirklich per Post oder reicht es in digitaler Form?

Es reicht die Zusendung in digitaler Form an: kuenstlervertrag@gvl.de

Wieviel kostet eine Mitgliedschaft?

Der Abschluss eines Wahrnehmungsvertrag mit der GVL ist kostenlos.

Wie aktualisiere ich einen bereits bestehenden Vertrag?

Bitte kontaktieren Sie uns unter kuenstlervertrag@gvl.de. Wir schicken Ihnen dann die erforderlichen Dokumente.

Ich bin Schauspieler*in und Musiker*in. Muss ich zwei Verträge abschließen?

Nein, Sie schließen einen Wahrnehmungsvertrag für alle künstlerischen Tätigkeiten die die GVL wahrnimmt.

Brauche ich zuerst einen Labelcode um einen Wahrnehmungsvertrag für Künstler abschließen zu können?

Nein, Sie benötigen keinen Labelcode zum Abschluss des Wahrnehmungsvertrag als Künstler*in.

Ich bin Musiker*in und Schauspieler*in. Kann ich beides als Tätigkeiten angeben?

Derzeit können Sie an dieser Stelle nur eine Tätigkeit angeben. Sie können aber in unserem Portal meinegvl.de Ihre Mitwirkungen als Schauspieler und Musiker auf die jeweiligen Produktionen melden.

Trage ich alle Tätigkeiten und Bandzugehörigkeiten in den Vertrag ein?

Tätigkeiten und Bandzugehörigkeiten eintragen. Sobald Sie GVL Mitglied sind, können Sie in unserem Portal meingvl.de Ihre Mitwirkungen auf Ihre Produktionen z.B. als Bandmitglied melden.

Melden von Mitwirkungen

Warum kann ich eine bestimmte Produktion nicht finden?

Dass Sie bestimmte Produktionen nicht finden können, kann verschiedene Gründe haben.

  • Die Programminformationen, die wir von einem externen Anbieter beziehen, müssen zunächst technisch aufbereitet werden, bevor wir sie in unserer Datenbank bereitstellen können. In der Regel stehen die Produktionen des laufenden Jahres dann im April/Mai des Folgejahres im Portal zur Verfügung. Sollte die gesuchte Produktion also erst vor Kurzem gesendet worden sein, hat sie vermutlich ihren Weg in unsere Datenbank noch nicht gefunden.
  • Bestimmte Produktionsarten, die zu den so genannten "offenen Budgets" gehören, finden Sie aus Kostengründen nicht in unserer Datenbank. Wie die aktuellen Meldemodalitäten für diese Produktionsarten aussehen, entnehmen Sie bitte unseren aktuellen Hinweisen.
  • Die GVL wertet gemäß ihrer Verteilungsplänennur Sender aus, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, z.B. eine Mindestreichweite. Online-Nutzungen, beispielsweise in Mediatheken oder auf Streaming-Portalen, werden nicht von der GVL erfasst und nicht ausgewertet, da die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht gegeben sind. Sollte sich diesbezüglich etwas ändern, werden wir Sie natürlich darüber informieren.

Sollten Sie dennoch einzelne Produktionen nicht finden können, so wenden Sie sich bitte an das entsprechende Fachteam, welches Ihnen gerne bei der Suche behilflich ist.

Wie lange kann ich Mitwirkungen rückwirkend melden?

Normalerweise haben Sie vier Jahre Zeit, um uns die Mitwirkung an einem ausgestrahlten Produkt zu melden. Dennoch empfehlen wir, Mitwirkungsmeldungen frühzeitig über meineGVL abzugeben, damit Sie schon bei den Erst- und Regelverteilungen Ausschüttungen erhalten können.

Die Meldephase endet mit der Meldefrist, bis zu der Mitwirkungen von Künstlern registriert sein müssen, damit diese einen Anspruch auf Vergütungen haben.

Welche Meldefristen gelten derzeit für Künstler*innen?

Um die Berücksichtigung aller Mitwirkungen für die Schlussverteilungen 2015 und 2016 sicherstellen zu können, baten wir unsere berechtigten Künstler*innen, ihre Meldungen für diese Nutzungsjahre bis zum 30.04.2021 über meine.gvl abzugeben. Dieser Meldeschluss galt auch für die sogenannten „offenen Unterbudgets“ für die Jahre 2015 und 2016. Für Radioeigenproduktionen (Wort) war eine Meldefrist bis 31.05.2021 vorgesehen. Der Meldeschluss für Mitwirkungen an Produktionen, die 2017 ausgestrahlt wurden, steht bisher noch nicht fest.

Wie melde ich meine Mitwirkungen für die so genannten "offenen Budgets"?

Für die Verteiljahre 2010 bis 2016 konnten Meldungen über ein separates Onlineformular abgegeben werden. Da die Meldefrist am 30.4.2021 endete, wurde das Formular jedoch bis auf Weiteres deaktiviert.

Wie die Meldungen der "offenen Budgets" für die kommenden Verteiljahre durchgeführt werden kann wird aktuell eruiert. Über Neuigkeiten informieren wir Sie natürlich wie gewohnt zeitnah per E-Mail.

Warum kann ich beim Abgeben der Meldung keine Nachweise einreichen?

Tatsächlich können viele Meldungen von uns mittlerweile automatisch bearbeitet werden, so dass es nicht immer nötig ist, einen Nachweis anzuhängen. Sollten wir denn noch Nachweis benötigen, werden wir Sie individuell darüber informieren und Sie bitten, die entsprechenden Dokumente über unser artsys-Portal hochzuladen.

Bitte sehen Sie deshalb davon ab uns Nachweise per E-Mail zuzusenden.

Verteilungen

Was ist der Unterschied zwischen Erst-, Folge- und Schlussverteilung?

Ein Verteilungszyklus setzt sich aus der Meldephase, den Erst-, und Folgeverteilungen, sowie der Schlussverteilung zusammen.

Erst- und Folgeverteilung

Nach einer Erstverteilung stehen mindestens zwei Folgeverteilungen an, in denen z.B. neu gemeldete Mitwirkungen vergütet, einzelne Parameter neu berechnet oder nachträgliche Einnahmen verteilt werden. Vergütungen, die Berechtigte in der Erst- und den Folgeverteilungen erhalten, sind Zwischenbeträge bis die Meldephase abgelaufen ist und feststeht, wie viele Künstler einen Anspruch auf Vergütungen aus dem Verteilungsjahr angemeldet haben.

Schlussverteilung

Die Schlussverteilung erfolgt nach Ablauf der Meldephase. Dann werden alle für das jeweilige Verteilungsjahr reservierten, aber bis dahin nicht von Künstlern eingeforderten Vergütungen aufgelöst und an alle Künstler mit bestehenden Mitwirkungsmeldungen ausgezahlt. Die Schlussverteilung beendet den Verteilungszyklus.

Welche Meldefristen gelten derzeit für Künstler*innen?

Um die Berücksichtigung aller Mitwirkungen für die Schlussverteilungen 2015 und 2016 sicherstellen zu können, baten wir unsere berechtigten Künstler*innen, ihre Meldungen für diese Nutzungsjahre bis zum 30.04.2021 über meine.gvl abzugeben. Dieser Meldeschluss galt auch für die sogenannten „offenen Unterbudgets“ für die Jahre 2015 und 2016. Für Radioeigenproduktionen (Wort) war eine Meldefrist bis 31.05.2021 vorgesehen. Der Meldeschluss für Mitwirkungen an Produktionen, die 2017 ausgestrahlt wurden, steht bisher noch nicht fest.

Gefährden die Ausschüttungen der GVL die staatlichen Coronahilfen?

Ausschüttungen der GVL gefährden keine staatlichen Coronahilfen

Das Staatsministerin für Kultur und Medien (BKM) hat uns in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft bestätigt: aktuelle Vergütungen durch Verwertungsgesellschaften haben keinen Einfluss auf die außerordentlichen Wirtschaftshilfen der Bundesregierung im November und Dezember 2020.

Die aktuell erfolgenden Ausschüttungen von Verwertungsgesellschaften, die sich auf zurückliegende Leistungszeiträume beziehen, bleiben bei der Umsatzberechnung im Rahmen der Hilfsprogramme unberücksichtigt.

Konkret wird bei der Umsatzberechnung der steuerbare Umsatz nach § 1 Umsatzsteuergesetz zu Grunde gelegt. Ein Umsatz wurde danach grundsätzlich in einem bestimmten Monat erzielt, wenn die Leistung in diesem Monat erbracht wurde. Relevant ist also i.d.R. das Datum der Leistungserbringung und nicht der Zeitpunkt des Auftrags- bzw. Zahlungseingangs, im Kontext der GVL z.B. die Künstlerverteilung für die Jahre 2015 bis 2019 im November 2020. Zahlungseingänge ohne Leistungserstellung führen also nicht zu einem Ausschluss von der Antragstellung

Gibt es Wahlmöglichkeiten bei den Auszahlungsterminen? Kann ich eine Auszahlung nach hinten verschieben oder aussetzen?

Leider können wir diesem Wunsch nicht entsprechen. Als Treuhänder sind wir dazu verpflichtet, zugewiesene Gelder schnellstmöglich auszuzahlen. Wir haben technisch und rechtlich keine Möglichkeit, Gelder wie eine Bank vorzuhalten oder zu einem Wunschtermin zu überweisen.  

Im Fall der Corona-Vorschüsse konnten die Berechtigten selbst entscheiden, ob sie diese beantragen und gegebenenfalls Verrechnungen in Kauf nehmen, da es sich um ein freiwilliges Angebot und nicht um eine fristgebundene Zahlung handelte. Im Fall der Regelverteilungen ist ein Verzicht oder Aufschub rechtlich leider nicht möglich. Ein Zurückhalten von Geldern durch uns kann als strafbare Beihilfe zur Leistungserschleichung angesehen werden.

Die aktuelle GVL-Auszahlung kollidiert mit meinen finanziellen Corona-Hilfen, die ich beantragt habe bzw. in Anspruch nehme. Kann ich die aktuelle GVL-Ausschüttung ganz oder teilweise an die GVL zurückzahlen?

Uns ist bewusst, dass sich ein Teil unserer Berechtigten wegen der Corona-bedingten Einschränkungen in einer sehr belastenden Situation befindet, in der sich die finanziellen Rahmenbedingungen mit Blick auf Unterstützungsleistungen fortlaufend verändern und die finanzielle Gesamtsituation stetig neu bewertet werden muss. Allerdings wartet der weitaus überwiegende Teil unserer Berechtigten dringend auf die Ausschüttungen.

Kann ich die Corona-Soforthilfe von 250,- € noch beantragen?

Die Soforthilfe der GVL kann auch weiterhin einmalig beantragt werden, falls nicht bereits geschehen. Bitte beachten Sie, dass dies evtl. mit sonstigen Sozialleistungen vom Staat verrechnet wird. Bitte wenden Sie sich an coronahilfe@gvl.de. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.gvl.de/coronahilfe.

Wo finde ich Informationen zu Vergütungen aus Privatkopie und Vermietung/Verleih (Künstler)

Informationen zu Vergütungen aus Privatkopie und Vermietung/Verleih (Künstler) finden Sie hier.

Wieso habe ich keine Ausschüttung bekommen?

Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben:

  • Haben sich in der letzten Zeit Ihre Stammdaten geändert? Falls es z.B. einen Post- oder Bankrückläufer gab, kann keine Ausschüttung vorgenommen werden. Kontaktieren Sie uns bitte, um Ihre Daten auf den aktuellen Stand zu bringen.
  • Haben Sie in der letzten Zeit Abschlagszahlungen wie z.B. den Corona-Vorschuss erhalten? Dann wurde der Verteilbetrag vermutlich vollständig verrechnet oder liegt nun unter der Mindestgrenze von 5 €.
  • Der Auszahlungsbetrag liegt unter der Mindestgrenze von 5 €.
  • In manchen Fällen muss die Prognose für den Wert einer Mitwirkung an einer Produktion nach unten korrigiert werden. Überzahlungen, die bis dahin stattgefunden haben, müssen zunächst mit den Auszahlungssummen verrechnet werden.

Welche Nutzungsjahre werden in der aktuellen Verteilung berücksichtigt?

Bei der GVL gibt es parallel laufende Verteilungen. Wir stehen kurz vor der Schlussverteilung 2015/2016, der Folgeverteilung 2017-2019 sowie der Erstverteilung für 2020.

Die Verteilungen beziehen sich auf die Produktionen, die im jeweiligen Jahr genutzt wurden.

Kann ich meine Ausschüttungsbeträge schon vor der Auszahlung erfahren?

Leider nein, den tatsächlichen Überweisungsbetrag erhalten Sie erst am Tag der Auszahlung anhand einer Auszahlungsmitteilung. Wenige Tage später stehen Ihnen im Künstlerportal Detailreports zur Verfügung, in denen die voraussichtliche Gesamtvergütung bis zum Ende des Verteilfensters pro Produktion aufgeführt ist.

An wen wende ich mich mit konkreten steuerlichen Fragen?

Bitte wenden Sie sich bei steuerlichen Fragen oder zu Ihrer Überweisung direkt an unsere Gruppe Verteilungsfinanzen: finanzen.berechtigte@gvl.de oder Mo.-Fr. von 9:30 – 14:00 Uhr telefonisch unter 030 48483 634

An wen wende ich mich bei Fragen zu meiner Überweisung?

Bitte wenden Sie sich bei steuerlichen Fragen oder zu Ihrer Überweisung direkt an unsere Gruppe Verteilungsfinanzen: finanzen.berechtigte@gvl.de oder Mo.-Fr. von 9:30 – 14:00 Uhr telefonisch unter 030 48483 634

Wie funktioniert das Verteilsystem seit 2010?

Im Jahr 2010 veranlasste die EU-Kommission die GVL dazu, ihr Verteilungssystem auf den international gültigen Standard umzustellen. Das bedeutete, dass wir unser Künstlerverteilsystem von der honorarbasierten Abrechnung auf eine nutzungsbasierte Berechnung umgestellt haben. Seitdem ist es nicht mehr entscheidend, wie viel Honorar ein Künstler für eine Produktion erhalten hat. Für die heutige Vergütung bildet die tatsächliche Nutzung einer Produktion in Rundfunk/Fernsehen die Grundlage.

Was heißt nutzungsbasierte Verteilung?

Berechnungsgrundlage für die Verteilung ist die Ausstrahlung einer Produktion in Rundfunk und/oder Fernsehen nach Sendeminuten. In Radio und TV läuft in einer Sendung in der Regel nicht ein ganzes Album, sondern es werden einzelne Titel gespielt. Für die Verteilung relevant ist, wie viele Minuten lang ein Werk ausgestrahlt wird. Diese Sendeminuten fallen nur für einzelne, wirklich genutzte Titel an. Radiostationen und TV-Sender geben die gespielten Titel mit den jeweiligen Sendeminuten an uns weiter. Wir gleichen diese mit den Mitwirkungsmeldungen ab, die Sie über unser Online-Portal meine.gvl abgegeben haben. Wurde eine Produktion, an der Sie nachweislich mitgewirkt haben, gesendet, erhalten Sie von der GVL dafür Vergütungen.

Warum ist es wichtig, dass ich meine Mitwirkungen melde?

Nur wenn Sie Ihre Mitwirkungen an künstlerischen Produktionen an die GVL melden, können wir diese mit den ausgestrahlten Sendungen in Rundfunk und Fernsehen abgleichen. Die Meldung ist eine Voraussetzung dafür, dass Sie Vergütungen für Ihre durch Rundfunk/Fernsehen genutzten Produktionen erhalten.

Warum muss ich meine Mitwirkungen online noch einmal melden? Der GVL liegen doch aus den vergangenen Jahren alle Daten vor.

Mit der Umstellung auf das nutzungsbasierte Verteilsystem wurden die Prüfkriterien für die gemeldeten Mitwirkungen geändert. Da wir Ihre Mitwirkungen seit 2010 trackbezogen betrachten, sind unsere Prüfkriterien heute viel detaillierter als vor der Systemumstellung. Des Weiteren wurden die vor 2010 eingereichten Nachweise in der Regel an die Künstler zurückgeschickt, so dass sie uns als Nachweisgrundlage nicht mehr vorliegen. Um Ihre Mitwirkungsmeldungen zu verifizieren, recherchieren wir heute erst in allen uns vorliegenden und zur Verfügung stehenden Quellen, um die Bestätigung Ihrer Mitwirkung sicher zu stellen. Nur im Ausnahmefall, wenn unsere Recherche keinen Erfolg hatte, wenden wir uns an Sie mit einer Nachweisanforderung.

Was sind Dubletten und wie gehen wir damit um?

Dubletten sind Datensätze innerhalb der GVL-Datenbanken, die ein- und dasselbe Produkt bezeichnen, aber aufgrund von Schreib- oder Übertragungsfehlern leicht abweichende Bezeichnungen tragen und somit fälschlicherweise mehrfach in der Datenbank auftauchen. Kurzum: Dubletten sind unerwünschte Zwillinge von Datensätzen.

Die GVL arbeitet mit Hochdruck daran, diese Daten-Dubletten zu erkennen und zu einem einzigen und eindeutigen Datensatz zusammenzuführen. Als Künstler hilft Ihnen diese Bereinigung, denn je eindeutiger und klarer unser Datenpool ist, umso einfacher und schneller können Sie Mitwirkungen auf Produktionen melden. 

Bitte beachten Sie: Durch die Entfernung von Dubletten kann die Gesamtanzahl Ihrer Mitwirkungsmeldungen sinken, allerdings sorgen wir dafür, dass alle Meldungen auf den verbleibenden Datensatz übertragen werden und sich dadurch die Vergütung nicht verringert. Zudem erhalten Sie nun einen besseren Überblick über Ihre Produktionen. 

Was bedeutet Degression?

Die GVL-Verteilungsrechnung folgt einem Verteilungsplan, der feste Verteilregeln vorgibt. Im Rahmen der Verteilungsrechnung gibt es einen sogenannten Degressionsfaktor, d.h. bei besonders intensiven Nutzungen wird die Vergütung stufenweise reduziert. 

Im Zuge der Reduktion von Dubletten (siehe oben) kann es sein, dass ein Produkt nach der Bereinigung eine höhere Summe von Nutzungseinheiten auf sich vereint. In diesem Fall könnte die Summe der Nutzungseinheiten mögliche Schwellenwerte der Degression überschreiten: Ab einem bestimmten Schwellenwert von summierten Nutzungseinheiten für eine Produktion werden dann alle über diesem Wert liegenden Nutzungseinheiten nicht mehr zu 100 Prozent gewichtet.

Die erste Degressionsstufe greift bei

  • Tonträgern Wort & Musik ab mehr als 30.000 Nutzungseinheiten
  • Rundfunkproduktionen Musik ab 15.000 Nutzungseinheiten
  • AV-Produktionen/Rundfunkausstrahlungen Wort ab der 5. Ausstrahlung

Alle Details zur Verteilungsrechnung finden Sie auch auf unsere Website.

Wir sind zuversichtlich, dass die Schlussverteilung der reservierten Vergütungen – deren Höhe erst Mitte Dezember feststeht – hier Rückforderungen ausschließt. Würden sich Rückzahlungen aus einer erstmalig greifenden Degression ergeben, würden diese mit zukünftigen Ausschüttungen verrechnet. Kein Berechtigter muss Gelder zurückzahlen.

Sollten Sie mehrere unterschiedliche Mitwirkungen (z.B. unterschiedliche Instrumente) auf ein Produkt gemeldet haben, werden diese Mitwirkungen natürlich getrennt betrachtet und bleiben als verschiedene nicht identische Mitwirkungen bestehen.

Ich habe keinen PC und/oder Internetzugang. Kann ich trotzdem melden?

Um das Online-Portal meine.gvl.de nutzen und Ihre Mitwirkungsmeldungen darin melden zu können, benötigen Sie einen PC mit Internetzugang. Denn Ihre Mitwirkungsmeldungen werden in unserem System zentral gespeichert und automatisch mit den entsprechenden Produktdaten der Nutzer abgeglichen. Auf diese Weise arbeiten wir sehr wirtschaftlich. Eine manuelle Zuordnung von schriftlich eingegangenen Mitwirkungen zu den entsprechenden Produktdaten wäre dagegen sehr zeitaufwendig und mit hohen Kosten verbunden – Geld, mit welchem wir im Auftrag unserer Berechtigten sehr verantwortungsbewusst umgehen.

Dennoch bieten wir Künstlern ohne PC und/oder keinem Internetzugang die Möglichkeit Ihre Mitwirkungsmeldungen schriftlich einzureichen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir als treuhänderische Verwertungsgesellschaft dafür eine Bearbeitungsgebühr für diesen Mehraufwand erheben müssen. Die Höhe wird gegenwärtig mit unserer Aufsichtsbehörde – dem DPMA – abgestimmt.

Unser neuer Service unterstützt Sie in der Online-Anmeldung! Mit dem neuen Meldebereich im Online-Portal meine.gvl.de bieten wir Ihnen nicht nur eine komfortable Benutzerführung, sondern auch eine vereinfachte Meldemöglichkeit. Gerne führen wir Sie durch das Online-Portal, um Sie bei der Suche nach Produktionen und der Online-Anmeldung Ihrer Mitwirkung zu unterstützen. Nicht zuletzt können wir auf diese Weise die Bearbeitungsgebühr für Sie vermeiden.

Wo finde ich Informationen zur Mehrwertsteueranpassung?

Für Ausschüttungen der Einnahmen im zweiten Halbjahr 2020 wird sich die Mehrwertsteuersenkung nicht auswirken, da sie Leistungen aus vergangenen Verteilungsjahren betreffen.

Hinsichtlich des Prozederes für Ausschüttungen aus dem Verteilungsjahr 2020 ab 2021 sind wir in Abstimmung mit den Finanzbehörden und informieren Sie hier über aktuelle Neuigkeiten.

Anmerkungen zu den Mitwirkungsrollen

Was versteht die GVL unter einem/einer...

Bühnenregisseur*in

Künstlerische*r Leiter*in von Bühnenproduktionen (Theater, Oper, Kabarett etc.), der/die die mitwirkenden Werkinterpret*innen künstlerisch anweist.

Nicht aber: Künstler*innen, die zugleich darstellerisch Mitwirkende des Werks sind. Eine anleitende künstlerische Tätigkeit kann nur während der Aufnahme stattfinden.

Dirigent*in

Leiter*in eines musizierenden Ensembles wie Chor oder Orchester, der/die die künstlerische Gestaltungshoheit besitzt und musikalische Parameter, z.B. Tempi, Dynamik und Interpretation des Musikwerkes vorgibt.

Instrumentalmusiker*in

Solist*in: Instrumentalmusiker*in bei Musikproduktionen, der bei seiner Darbietung als Einzelkünstler hervortritt: z. B. bei klassischen Solokonzerten, Solist*in mit einer Big Band, soweit nicht in den Instrumentensatz eingegliedert; Solokünstler*innen und featured Artist bei Unterhaltungsmusikproduktionen.

Band-/Ensemblemitglied: Zur festen Besetzung gehörender Instrumentalmusiker*innen einer Band/eines Ensembles, welche bei der angemeldeten Produktion unter einem eigenen Band-/Ensemblenamen in Erscheinung treten. Nicht aber: Solokünstler

Studiomusiker*in: Studiomusiker*innen oder Line-up-Musiker*innen (nicht Teil der Kernbesetzung).

Orchestermitwirkend*er: Mitwirkende*r in einem Orchester (Orchestermitglied oder Aushilfe) oder einer Band ab 10 mitwirkenden Instrumentalist*innen.

Künstlerische*r Sprecher*in / Erzähler*in

Wortinterpret in einer Produktion, bei der Lippensynchronität zu einem Bewegtbild nicht gegeben ist, z.B. Radio-Hörspiele, Hörbücher, Lyrik oder audiovisuelle Produktionen.

Nicht aber: Darbietungen ohne Rollenwechsel oder ohne die Interpretation eines künstlerischen Werks, z.B. Voice Over, Sachtexte, Reportagen.

Künstlerische*r Produzent*in

Produzent*in von Musikproduktionen, der/der die künstlerische Interpretation während der Aufführung leitet und verantwortlich bestimmt.

Nicht aber: Executive Producer, Arrangeur, Tonmeister*innen, -ingenieur*innen oder -techniker*innen.

Sänger*in

Solist*in: Instrumentalmusiker*in bei Musikproduktionen, der bei seiner Darbietung als Einzelkünstler hervortritt: z. B. bei klassischen Solokonzerten, Solist*in mit einer Big Band, soweit nicht in den Instrumentensatz eingegliedert; Solokünstler*innen und featured Artist bei Unterhaltungsmusikproduktionen.

Band-/Ensemblemitglied: Zur festen Besetzung gehörender Instrumentalmusiker*innen einer Band/eines Ensembles, welche bei der angemeldeten Produktion unter einem eigenen Band-/Ensemblenamen in Erscheinung treten. Nicht aber: Solokünstler

Studiomusiker*in: Studiomusiker*innen oder Line-up-Musiker*innen (nicht Teil der Kernbesetzung).

Orchestermitwirkend*er: Mitwirkende*r in einem Orchester (Orchestermitglied oder Aushilfe) oder einer Band ab 10 mitwirkenden Instrumentalist*innen.

Schauspieler*in

Darstellende*r Interpret*in einer Rolle (auch Puppenspieler*in) in fiktionalen, audiovisuellen Produktionen oder Produktionsteilen.

Nicht aber: Darbietungen, die einer künstlerischen Interpretation nicht zugänglich sind, z.B. Komparsen, Statisten.

Studiodirigent*in

Leiter*in einer Gruppe von Instrumentalist*innen oder Vokalist*innen, dessen/deren Dirigent*innenleistung sich nur auf einen Teil oder Ausschnitt der Einspielung bezieht oder nur eine Instrumentengruppe oder einen Teil der Musiker*innen betrifft. Im Gegensatz zur/zum Dirigent*in, der über ein gesamtes Werk anleitendwirkt, ist die/der Studiodirigent*in punktuell an einem Werk beteiligt.

Stuntdouble / Stuntplayer*in

Darstellende*r Interpret*in, bei dem/der sich eine künstlerische Mitwirkung an fiktionalen, audiovisuellen Produktionen oder Produktionsteilen aus einem Rollen- und Identitätswechsel ergibt, in dem er vorübergehend an die Stelle des vorgesehenen Schauspielers / der Schauspielerin tritt und wie diese/r durch Maske und Kostüm die Rolle einer darzustellenden Figur übernimmt.

Nicht aber: Darbietungen, die einer künstlerischen Interpretation nicht zugänglich sind, z.B. Stuntkoordinator*in, Body- oder Lichtdouble.

Synchronschauspieler*in

Sprecher*in, der/die seine/ihre Stimme einsetzt, um fremdsprachige Filme oder Filme ohne Darsteller*innen (z.B. Zeichentrickproduktionen) in die Landessprache zu übertragen. Ggf. können auch in Produktionen, die in Originalsprache ausgestrahlt werden, Sprecher*innen eingesetzt werden, die die Stimme eines Schauspielers / einer Schauspielerin ersetzen oder aktiv für das Sprechen von Hintergrundstimmen eingesetzt werden.

Nicht aber: Darbietungen, die einer künstlerischen Interpretation nicht zugänglich sind, z.B. Voice Over, Sachtexte, Reportagen.

Synchronsprecher*in Ensemble

Eine Gruppe von Sprecher*innen, die bei einer audiovisuellen Produktion für die Erstellung von Hintergrundgesprächen und Geräuschen von Massenszenen („Menge/Masse“) eingesetzt werden. Sie übernehmen auch das Sprechen von einer oder mehreren kleinen Rollen, die nicht explizit in der Besetzungsliste genannt werden, aber durchaus mit mehreren Takes an der Produktion beteiligt sein können.

Synchronregisseur*in

Verantwortliche*r Leiter*in für die künstlerische sprachliche Interpretation einer audiovisuellen Produktion (TV). Er/Sie bestimmt das Werk, das in der Regel auf einer schriftlichen Vorlage basiert, durch die Gestaltung sprachlicher Kriterien wie Tempo, Dynamik, Tonlage und Lippensynchronität.

Tänzer*in

Darsteller*in, der/die nach Regieanweisung auf Musik ausgeführte Körperbewegungen in fiktionalen, audiovisuellen Produktionen oder Produktionsteilen ausübt.

Wortregisseur*in

Künstlerische*r Leiter*in von Wortinterpret*innen, der/die die künstlerische Interpretation z.B. eines Hörspiels oder Hörbuchs durch die Gestaltung sprachlicher Kriterien wie Tempo, Dynamik und Tonlage verantwortlich bestimmt.

Offene Budgets

Was sind offene Budgets? Welche Budgets gehören dazu?

Der Begriff "offene Budgets" steht für noch nicht verteilte GVL-Unterbudgets. Dazu zählen laut GVL-Verteilungsplan:

  • Radio-Jingles
  • Radio-Werbung
  • Musik in Radio-Hörspielen
  • Fernseh-Dokusoaps
  • Fernseh-Einzelbeiträge (wie musikalischer Live-Auftritt, Comedy-Live-Auftritt, fiktionale Szenen, Zeichentrickszenen in non-fiktionalen Formaten (Aktenzeichen XY, Kindersendungen,Shows)), andere.
  • Fernseh-Jingles (Sender-Eigenwerbung)
  • Fernseh-Werbung
  • Dokumentar-Kinofilme im Fernsehen (Kinoproduktionen, die auch im Fernsehen gesendet wurden)
  • Fernseh-Dokumentarproduktionen (produziert fürs Fernsehen)
  • Titel- und Hintergrundmusik (für alle hier genannten, außer für Dokumentar-Produktionen)

Welche künstlerischen Tätigkeiten/Rollen kann ich in diesen Unterbudgets melden?

Sie werden im Formular sehen, welche Rollen für Ihr gewähltes Unterbudget verfügbar sind. Insgesamt sind für die offenen Budgets folgende Rollen relevant:

  • Sänger/-in
  • Instrumentalmusiker/-in
  • Dirigent/-in
  • Schauspieler/-in
  • Tänzer/-in
  • Studiodirigent/-in
  • Künstlerische/-r Produzent/-in
  • Bühnenregisseur/-in
  • Synchronregisseur/-in
  • Wortregisseur/-in
  • Stuntschauspieler/-in / Stuntdouble
  • Synchronschauspieler/-in
  • Synchronsprecher/-in Ensemble
  • Künstlerische/-r Sprecher/-in / Erzähler/-in

Wie ist das Unterbudget "Einzelbeiträge" definiert? Welche Meldungen kann ich hier vornehmen?

"Einzelbeiträge“ sind künstlerische Mitwirkungen in Produktionen, die nicht durchgängig leistungsschutzrechtlich relevant sind. Fernsehshows beispielsweise enthalten auch Moderationen, Spiele und Interviews. Diese werden nicht von der GVL vergütet. Ein musikalischer Auftritt jedoch, eine Stand-up-Nummer im Kabarett oder ein Auftritt als Schauspieler*in in einem Einspielfilm, können gemeldet werden. Teilen Sie uns im Formular dazu neben dem Namen der Rahmensendung bitte immer auch den Namen und die Dauer des Einzelbeitrags mit.

Wie ist das neue Unterbudget "Titel- und Hintergrundmusik" definiert? Welche Meldungen kann ich hier vornehmen?

Das neue Unterbudget wurde eröffnet, um Titel- und Hintergrundmusiken für nicht fiktionale Fernseh- und Radio-Produktionen (z.B. Shows und Magazine) zu erfassen.

Bitte beachten Sie: Hier sind nicht Titel- und Hintergrundmusiken an fiktionalen Produktionen wie Spielfilme und Serien gemeint. Melden Sie Ihre entsprechenden Mitwirkungen bitte weiterhin wie gewohnt über das Künstlerportal.

Als Titelmusik können Sie im Rahmen der Offenen Budgets beispielsweise die Eröffnungs- und Abspannmusik von Sendungen wie Nachrichten („Tagesschau“), Magazine („Aspekte“, „Monitor“) oder Unterhaltungsshows („Fernsehgarten“, „Wetten, dass…?“) melden.

Eine Titelmusik muss, im Unterschied zum Jingle, jeweils ein fester Bestandteil der Produktion sein.

Als Hintergrundmusik können Sie Musikunterlegungen in Magazinsendungen und Shows melden, z.B. in Einspielfilmen.

Bitte beachten Sie: Klar abgegrenzte Musikauftritte wie die Darbietung eines Songs sind keine Hintergrundmusik. Melden Sie diese bitte als „Einzelbeiträge“.

Wie groß sind die Unterbudgets im Vergleich zu den anderen GVL-Budgets? Welche Vergütungen kann ich für meine Mitwirkungen erwarten?

Die offenen Unterbudgets machen insgesamt weniger als 3 % der GVL-Gesamtverteilsumme für ausübende Künstler pro Jahr für den Zeitraum 2010 bis 2016 aus.

Ich habe in den vergangenen Jahren bereits Meldungen auf Produktionen einiger Unterbudgets im Portal artsys/meine.gvl abgegeben. Muss ich diese Meldungen im Formular noch einmal erfassen?

Nein, die bis zum 30.08.2020 im Portal artsys/meine.gvl abgegebenen Meldungen fließen in die Verteilung ein, sie müssen nicht noch einmal abgegeben werden.

Eine Übersicht der Meldungen, die Sie in artsys/meine.gvl bereits abgegeben haben, finden Sie im Portal unter:  https://meine.gvl.de/  unter "Gemeldet" (Button).

Warum soll ich die Produktionen dieser Unterbudgets in einem Formular auf der gvl.de-Seite selbst erfassen und nicht wie gewohnt im Portal meine.gvl?

Die Eigenanlage für die offenen Budgets ist die effektivste Form, Ihnen nach Verifikation Ihrer Meldungen die Gelder für die Jahre 2010-2014 zeitnah ausschütten zu können. Die Alternative, die Produktionsdaten für die 10 verschiedenen Unterbudgets im Portal zur Verfügung zu stellen, hätte die Verteilung der Gelder weiter verzögert.

Im Interesse einer zeitnahen Auflösung von Rückstellungen zu Gunsten der Berechtigten haben die Gremien der GVL in Abstimmung mit dem DPMA beschlossen, die Vergütungen der offenen Budgets aus den Jahren 2010 bis 2014 zeitnah in einem vereinfachten Verfahren vollständig auszuschütten.

Wie viele und welche Meldungen kann ich an einer Produktion abgeben?

Sie können maximal 2 Meldungen an einer Produktion abgeben. Falls Sie 2 Meldungen abgeben, muss eine Meldung anleitend (z.B. als "künstlerischer Produzent") und die andere Meldung ausführend (z.B. als "Instrumentalmusiker") sein. Bitte füllen Sie hierfür eine zweite Anmeldung mit identischem Produktionstitel aus. Eine Ausnahme bilden hier die Einzelbeiträge, bei denen nur eine einzelne Meldung möglich ist.

Für welche Jahre konnte ich im Formular Meldungen an den genannten Unterbudgets abgeben?

Meldungen für die Jahre 2010–2014 konnten bis zum 31.12.2020 abgegeben werden. Die Abgabe von Meldungen für die Jahre 2015 & 2016 war bis zum 30.04.2021 möglich. Über die Meldemöglichkeit für die Jahre ab 2017 werden wir Sie gesondert informieren.

Wieso kann ich Produktionen, die von 2017 bis 2019 ausgestrahlt wurden, noch nicht melden?

Meldungen, die wir über das Formular für die offenen Budgets erhalten, werden nicht auf dem sonst üblichen Weg weiterverarbeitet, damit eine möglichst rasche Schlussverteilung für die Jahre 2010-16 ermöglicht werden kann.

Für die Ausstrahlungen ab 2017 käme eine Schlussverteilung aber noch zu früh, und komplexe Erst- und Folgeverteilungen sind mit den via Formular erfassten Daten nicht durchführbar.

Warum kann ich ausländische Nutzungen hier nicht melden?

Die GVL hat eine sehr große Bandbreite, was die unterschiedlichen Berechtigtengruppen und die Auswertung verschiedener Medientypen angeht. Eine Vielzahl der künstlerischen Mitwirkungen, die die GVL vergütet, werden von anderen Verwertungsgesellschaften weltweit überhaupt nicht berücksichtigt. Dazu gehören auch die hier erfassten Mitwirkungen an Werbespots, Jingles, nicht-fiktionalen Formaten etc. 

Da wir keine Gelder für Nutzungen aus dem Ausland erhalten, können wir diese auch nicht vergüten.

Wie lange hatte ich Zeit für meine Meldungen? Gab es eine Meldefrist?

Für Meldungen, die die Jahre 2010-2014 betreffen, hatten Sie 4 Monate Zeit. Die Meldefrist startete am 1. September 2020 und endete am 31. Dezember 2020. Die Verteilung fand im April 2021 statt.

Für die Jahre 2015-2016 endete die Meldefrist am 30. April 2021. Die Verteilung ist für die 2. Jahreshälfte 2021 geplant.

Gibt es auch die Möglichkeit, Meldungen an den genannten Unterbudgets im Portal meine.gvl abzugeben?

Nein, bitte nehmen Sie Ihre Meldungen an den hier genannten Unterbudgets ausschliesslich in unserem Online-Formular vor.

Handelt es sich bei der Verteilung im 1. Halbjahr 2021 um eine Erstverteilung oder die Schlussverteilung für die Jahre 2010–2014?

Es handelt sich um eine Schlussverteilung der offenen Budgets für die Jahre 2010-2014. Im Interesse einer zeitnahen Auflösung von Rückstellungen zu Gunsten der Berechtigten haben die Gremien der GVL in Abstimmung mit dem DPMA beschlossen, die Vergütungen der offenen Budgets aus den Jahren 2010 bis 2014 in einem vereinfachten Verfahren vollständig auszuschütten. In Absprache mit den Künstlerdelegierten haben wir das Meldefenster von 4 Monaten so bemessen, dass es ausreichend Gelegenheit zur Meldung sämtlicher Aufnahmen aus den betreffenden Jahren bietet und gleichzeitig eine zeitnahe vollständige Ausschüttung ermöglicht.

Werden Wiederholungen der Produktionen automatisch erfasst oder muss jede Ausstrahlung angemeldet werden?

Die Anzahl der Ausstrahlungen eines Nutzungsjahres (Kalenderjahr) pro Sender wählen Sie gesammelt pro Meldung aus. Der Einfachheit halber stellen wir Korridore zur Wahl. Diese Angaben müssen für jedes Nutzungsjahr separat erfasst werden.

Kann ich als Moderator von Fernseh- oder Radioshows anmelden?

Nein, die Moderation von Produktionen zählt nicht zu den leistungsschutzrechlich relevanten Tätigkeiten und wird von der GVL nicht vergütet.

Welche Produktionen kann ich im Unterbudget "Dokusoaps" melden?

Hier können Sie Ihre Mitwirkung an Produktionen melden, in denen das Geschehen sowie die gezeigten Personen auf unterhaltend-dramatische Weise inszeniert und fiktionalisiert werden, z.B. Scripted-Reality-Serien.

Voraussetzungen sind das Vorliegen eines Werks im Sinn des Urheberrechtsgesetzes sowie eine künstlerische Darbietung. Diese beiden Voraussetzungen sind in der Regel erfüllt, wenn es ein Drehbuch mit (fiktionalen) Rollen und Text gibt und die Mitwirkenden unter Regieanweisungen in einem dramatisch aufgebauten Handlungsrahmen agieren.

Ein Rollenwechsel liegt immer dann vor, wenn eine andere Person gespielt wird. Er ist aber auch dann anzunehmen, wenn ein Anwalt oder Arzt in einer fiktiven Situation ohne seine eigentliche Berufsausübung als Anwalt oder Arzt mitwirkt. 

Kein Rollenwechsel liegt vor, wenn eine natürliche Person sich selbst spielt, auch wenn hier vor der Kamera möglicherweise anders agiert wird als im wirklichen Leben.

Produktionen mit Informationscharakter („Infotainment“) können nicht vergütet werden

Was passiert, wenn ich meine Drehtage oder Takes nicht mehr weiß?

Für einige Mitwirkungsrollen ist in den Unterbudgets "Fernseh-Dokumentarproduktionen“ und "Dokumentar-Kinofilme im Fernsehen“ die Angabe von Drehtagen bzw. Synchrontakes nötig. Falls Sie hier keine Angabe machen können, gehen wir von einem Drehtag bzw. Take aus, damit Sie dennoch eine Mindestvergütung erhalten.

Wie sind die Unterbudgets "Radio-Jingle" und "Fernseh-Jingle" definiert? Welche Meldungen kann ich hier vornehmen?

Bei Jingles handelt es sich um eigenständige Produktionen, die als Eigenwerbung des jeweiligen Senders für das Programm zu verstehen sind, z.B. „Der Sommer auf RTL“, „Die VOX-Highlights im Oktober“. Dazu gehören auch Vorab-Trailer für einzelne Sendungen im Programm des Senders.

Wie sind die Unterbudgets "Radio-Werbung" und "Fernseh-Werbung" definiert? Welche Meldungen kann ich hier vornehmen?

Bei Werbung handelt es sich um eigenständige Produktionen von Markenartiklern/Brands, die ein nicht sendereigenes Produkt bewerben und eventuell auf mehreren Sendern parallel gesendet werden – also klassische Werbespots, z.B. für Genussmittel, Kleidung etc.

Woher soll ich wissen, auf welchen Sendern und wie oft meine Werbespots ausgestrahlt wurden?

Die GVL kann aufgrund der hohen Kosten keine Daten und keine genauen Sendeinformationen zu Werbespots von externen Anbietern ankaufen und bereitstellen, daher sind sämtliche Angaben von den Berechtigten zu erbringen. Auch Sie sollten aber davon absehen, solche Informationen zu kaufen.

Machen Sie die nötigen Angaben zu Sendern und Ausstrahlungshäufigkeit bitte nach bestem Gewissen und so genau wie möglich, falls Ihnen keine Dokumente mehr vorliegen. Wir wissen, dass die Produktion in vielen Fällen schon lange zurückliegt und exakte Angaben nicht immer möglich sind.

Viele große, deutsche Fernseh-Werbespots finden Sie auf den gängigen Suchportalen bei YouTube oder Google mit Titel-Informationen und zum Teil mit einer Angabe der ausstrahlenden Sender.

Falls Sie keine Titel-Informationen finden, beschreiben Sie die Werbung bitte so konkret wie möglich (z.B. „Edeka - Weihnachts-Spot mit Dominosteinen“).

Woran erkenne ich, dass meine Meldung abgeschickt wurde?

Wenn Sie das Formular gesendet haben, erscheint der Hinweis: „Vielen Dank! Die Nachricht wurde übermittelt.“ Gleichzeitig erhalten Sie eine Bestätigungsmail an die im Formular angegebene E-Mail-Adresse. Bitte beachten Sie, dass Sie hier den eingereichten Nachweis nicht mehr einsehen können.

Sollte dies nicht passieren und die Formularseite erscheint erneut, dann fehlt eine wichtige Angabe. Das entsprechende Feld ist rot umrandet.

Woher soll ich wissen, wie lang meine Produktion war und wie oft sie ausgestrahlt wurde?

Leider verfügt auch die GVL nicht über die entsprechenden Informationen, weil diese je nach Unterbudget entweder überhaupt nicht erhältlich sind oder nur zu unvertretbar hohen Kosten von kommerziellen Datenlieferanten zur Verfügung gestellt werden können. Sämtliche Angaben sind deshalb von den Berechtigten zu erbringen.

Machen Sie die nötigen Angaben zu Sendern und Ausstrahlungshäufigkeit bitte nach bestem Gewissen und so genau wie möglich, falls Ihnen keine Dokumente mehr vorliegen. Wir wissen, dass die Produktion in vielen Fällen schon lange zurückliegt und exakte Angaben nicht immer möglich sind.

Kann ich meine Meldungen auch zusammenfassen?

Wenn Sie in einer fortgesetzten oder seriellen Produktion mehrfach mitgewirkt haben, melden Sie dies bitte für jedes Jahr gebündelt, nicht einzelne Ausstrahlungen. Dies betrifft die Unterbudgets Einzelbeiträge, Dokusoaps, Fernseh-Dokumentationen sowie Titel- und Hintergrundmusik.

Beispiele:

  • wenn Sie mehrmals oder regelmäßig in einer bestimmten Show aufgetreten sind (z.B. musikalisch oder als Comedy-Act),
  • mehrmals oder regelmäßig in einer Doku-Soap mitgespielt haben,
  • die Titel- oder Hintergrundmusik einer bestimmten Magazinsendung eingespielt haben.

Melden Sie bei derart zusammenhängenden Produktionen nicht die Einzelsendungen, sondern geben unter „Ausstrahlungshäufigkeit“ die Gesamtzahl der Ausstrahlungen innerhalb des jeweiligen Jahres an.

Auch mehrere Auftritte innerhalb einer Sendung, z.B. drei Musikauftritte innerhalb einer Show, melden Sie bitte gebündelt. Passen Sie dazu einfach die Produktionsdauer entsprechend der Gesamtlänge Ihrer Beiträge an.

Welche Sprechleistungen werden vergütet?

Bitte beachten Sie, dass ein Rollenwechsel vorliegen muss, der im jeweiligen Produktions-Script entsprechend ausgewiesen ist. Ein Rollenwechsel ist gegeben, wenn Sie bei Ihrer künstlerischen Werkdarbietung in die Gestalt einer anderen Person oder eines anderen Wesens eintreten.

Grundsätzlich gilt: Sprecherleistungen sind nur dann leistungsschutzrechtlich relevant, wenn es sich dabei um eine künstlerische Interpretation eines urheberrechtlich schutzfähigen Werkes handelt. Die alleinige Wiedergabe eines urheberrechtlichen Werkes genügt nicht. Eine Interpretation ist eine gestaltende persönliche Wiedergabe mit künstlerischem Eigenwert, die die Stimmung oder das Empfinden anregen kann. Maßgebliches Indiz ist ein Rollen- oder Identitätswechsel der Sprecherin oder des Sprechers. Die reine sprachliche Übermittlung von Sachinformationen wie z.B. durch Nachrichtensprecher lässt keine künstlerischen Leistungsschutzrechte entstehen.

Ich weiß nicht, wo und wie oft meine Musikstücke in den Unterbudgets eingesetzt wurden.

Falls Sie alle ihre verteilrelevanten Titel bereits in artsys/meine.gvl gemeldet haben, hat die GVL von den Rechtenutzern die entsprechenden Minuten gemeldet bekommen. Diese fließen bereits regulär in die Verteilung mit ein. Geben Sie deshalb keine zusätzlichen Meldungen über das Formular zu den offenen Budgets ab.

Falls Sie unsicher sind, ob Ihre Stücke z.B. auch als Titel- oder Hintergrundmusik bzw. in anderen offenen Budgets genutzt wurden, halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Musikverlag ob er weitere, für die Unterbudgets relevante Lizenzen erteilt hat.

Für Werbung und Jingles in TV und Radio muss der Werbetreibende vom Urheber oder vom Musikverlag die Rechte einholen. Hier muss im Falle einer Nutzung immer ein Nachweis vorliegen. Es ist unwahrscheinlich, dass für Werbung z.B. Archivmusik ohne Ihr Wissen genutzt wurde.

In welchem Unterbudget trage ich meine musikalischen Mitwirkungen in Fernsehgottesdiensten ein?

Wählen Sie für Ihre Mitwirkungen in Fernsehgottesdiensten bitte das Unterbudget „Fernseh-Einzelbeiträge“ aus.

Vergütungen aus Privatkopie und Vermietung/Verleih (Künstler*innen)

Warum gibt es seit 2020 zwei Auszahlungsmitteilungen?

Aufgrund eines Beschlusses des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) unterliegen bestimmte Vergütungsansprüche nach §§ 27, 54, 54a, 54c UrhG nicht mehr der Umsatzsteuerpflicht.

Dies betrifft alle Erlöse aus den Rechtekategorien Privatkopie (ZPÜ) und Vermietung und Verleih.

Die GVL hat Ihre Abrechnungssysteme entsprechend angepasst. Für Sie bedeutet dies konkret, dass  zu jeder Auszahlung zwei separate Auszahlungsmitteilungen bereitgestellt werden, wenn Sie an der Verteilung von Privatkopieerlösen teilnehmen.

In diesem Fall differenzieren die Auszahlungsmitteilungen zwischen mehrwertsteuerpflichtigen und nicht mehrwertsteuerpflichtigen Erlösen. Unsere Detailreports haben wir dahingehend angepasst, dass beide Erlösquellen separat dargestellt werden, Sie aber nach wie vor die Gesamtsumme nachvollziehen können.

Anders als die Erlöse selbst unterliegen jedoch die mit der Privatkopie verbundenen Inkassokosten der aktuell gesenkten Mehrwertsteuerpflicht und werden auf Ihrer Abrechnung entsprechend ausgewiesen.

Wichtig: Die Auszahlung an Sie geschieht trotz getrennter Abrechnungsdokumente in einer gemeinsamen Überweisung des gesamten Auszahlbetrags.

Zusammengefasst:

  • zu jeder Verteilungs-Ausschüttung gibt es zwei Auszahlungsmitteilungen (wenn in Einnahmen in den Erlösgruppen erzielt wurden)
  • beide Teilsummen zusammen ergeben den Auszahlungsbetrag
  • die Detailreports zeigen sowohl die beiden Teilansprüche als auch den Gesamtanspruch
  • allgemeine Mehrwertsteuersenkung wirkt sich auf die aktuellen Ausschüttungen vergangener Verteilungsjahre nicht aus.

Kurzum: Es erhöht die Transparenz der Berechnung und weist die Erlöse in mehrwertsteuerpflichtig und nicht mehrwertsteuerpflichtig aus.

Wie setzt sich der Überweisungsbetrag auf meinem Konto zusammen?

Der Betrag setzt sich in der Regel aus dem Endbetrag beider Auszahlungsmitteilungen zusammen. Gegebenenfalls erhalten Sie gesonderte Überweisungen innerhalb weniger Tage.

Bleiben die Auszahlungsmitteilungen ohne Inkasso unverändert?

Die Auszahlungsmitteilungen ohne Inkasso bleiben alle gleich.

Meine Meldeadresse ist im EU-Ausland mit einer gültigen Umsatzsteuer-ID bzw. Drittland, wie wirkt sich das auf die Mehrwertsteuer der Inkassokosten aus?

Ein Steuerabzug auf die Inkassokosten erfolgt nicht.

Meine Meldeadresse ist im EU-Ausland und ich habe keine Umsatzsteuer-ID?

Sie erhalten einen Steuerabzug auf die Inkassokosten.

Sie sind Kleinunternehmer?

Sie erhalten einen Steuerabzug auf die Inkassokosten.

Wodurch entstehen diese Inkassokosten?

Auf Grundlage von § 44 VGG hat die GVL folgende Repräsentationsvereinbarungen mit anderen Verwertungsgesellschaften getroffen.

Folgende Repräsentationsvereinbarungen wurden getroffen:

  1. Vereinbarung über das Inkasso der GVL mit der GEMA für Vergütungsansprüche aus der öffentlichen Wiedergabe
  2. Vereinbarung über das Inkasso der ZPÜ mit der GEMA, VG Wort, GÜFA, GWFF, VG Bild-Kunst, VFF, TWF und VGF für Vergütungsansprüche aus § 53 Abs. 1-3 UrhG in §§ 54, 54a, 54b, 54e und 54 f UrhG.
  3. Vereinbarung über das Inkasso der ZBT mit der GEMA, VG Wort, GWFF, VG Bild-Kunst, VFF, VG Musikedition und VGF für Vergütungsansprüche aus § 27 Abs. 2 und 3 UrhG.
  4. Vereinbarung über das Inkasso der ZVV mit der GEMA, VG Wort, GÜFA, GWFF, VG Bild-Kunst, VFF und VGF für Vergütungsansprüche aus § 27 Abs. 1 UrhG.

 

Weitergehende Informationen zu den Gesellschaften ZPÜ, ZBT und ZVV können Sie dem GEMA-Jahrbuch auf der Internetseite der GEMA entnehmen. Die GVL hat darüber hinaus eine Vielzahl an Repräsentationsvereinbarungen mit ausländischen Verwertungsgesellschaften geschlossen. Eine Übersicht über die Repräsentationsvereinbarungen finden sie hier.

Öffentliche Wiedergabe

Im Rahmen der Direktverteilung Öffentliche Wiedergabe vergütet die GVL Tonträger, die im jeweiligen Verteilungsjahr zwar erheblich in der Öffentlichen Wiedergabe (insbesondere im Rahmen von Großveranstaltungen/Massenveranstaltungen) genutzt wurden, jedoch eine geringe Sendenutzung erfahren haben. Mit dieser Direktverteilung wurde das ehemalige Verteilungsbudget für neu erschienene Tonträger ohne relevante Sendenutzung abgelöst (dazu auch News vom 30.07.2019).

Um an der Direktverteilung Öffentliche Wiedergabe teilnehmen zu können, müssen Berechtigte ihre Ansprüche für die Verteiljahre ab 2010 über das „Meldeformular Direktverteilung Öffentliche Wiedergabe“ / „Bescheinigung über die Öffentliche Wiedergabe“ bis 31.12.2020 geltend machen. Berechtigte können Mitwirkungen an einem Titel jeweils nach der ersten Regelverteilung für das entsprechende Nutzungsjahr bei uns geltend machen.

Bitte beachten Sie: Eine Meldung ist nur dann möglich, wenn uns sowohl das Meldeformular als auch die Bescheinigung des Veranstalters vorliegen.

Mein Titel ist nicht auf einem Tonträger erschienen. Kann ich an dem Verfahren teilnehmen?

Die Verteilung erfolgt nur an Wahrnehmungsberechtigte, die an erschienenen Tonträgern mitgewirkt haben.

Mein Titel läuft auch im Rundfunk, kann ich trotzdem an einer Verteilung teilhaben?

Ihr Titel kann im Radio gespielt worden sein, darf aber im entsprechenden Nutzungsjahr nicht mehr als 200 Minuten Sendenutzung erfahren haben.

Mein Titel wird in einem Ladenlokal immer wieder gespielt. Kann ich an dem Verfahren teilnehmen?

Nein. Das Verfahren setzt eine erhebliche Nutzung im öffentlichen Raum, zum Beispiel im Rahmen einer Massenveranstaltung, voraus.Die Verteilbeträge aus Nutzungen in kleineren öffentlichen Rahmen wie Ladenlokalen, Gastronomie etc. unterschreiten die im Verteilungsplan festgelegte Bagatellgrenze.

Mein Titel wurde letztes Jahr z.B. in einem Stadion gespielt, kann ich schon melden?

Sie können Mitwirkungen jeweils erst nach der ersten Regelverteilung für das entsprechende Nutzungsjahr bei uns geltend machen.

Welche Fristen muss ich beachten? Wann findet die Verteilung statt?

Ansprüche auf Vergütungen aus dem Verteilungsbudget „Öffentlich wiedergegebene Tonträger ohne relevante Sendenutzung“ können für die Verteiljahre 2010-2018 bis zum 31.12.2020 angemeldet werden. Eine Verteilung ist für das 1. Halbjahr 2021 (Halbjahr nach Ablauf der Meldefrist) eingeplant, aus technischen oder sachlichen Gründen ist auch eine spätere Verteilung möglich.

Welche Nachweise muss ich im Rahmen des Meldeprozess erbringen?

Zur Bearbeitung benötigen wir folgende Nachweise:

  • Nachweise für die Mitwirkung (Honorarvertrag, Rechnung, Fremdbestätigung)
  • Nachweise für die Existenz des Tonträgers (Booklet-Scan/Kopie)
  • Nachweise über die öffentliche Wiedergabe des Tonträgers („Bescheinigung über die Öffentliche Wiedergabe“)

Was muss ich bei der Meldung meiner Mitwirkung berücksichtigen?

Sie haben die Möglichkeit, zwei Mitwirkungen an einem Titel anzulegen. Achten Sie bei der Anlage der zweiten Mitwirkung bitte auf nicht zulässige Kombinationen.Unzulässige Kombinationen von Mitwirkungen innerhalb eines Titels wären:

Dirigent/-in UND Studiodirigent/-in

  • zwei Mitwirkungen als Sänger/-in mit identischer Funktion und abweichender oder identischer Stimmlage
  • Ensemble-/Bandmitglied UND Studiomusiker/-in
  • Ensemble-/Bandmitglied UND Solist/-in
  • Dirigent/-in UND Künstlerischer Produzent/-in

Bitte legen Sie dem Formular geeignete Nachweise bezüglich Ihrer Mitwirkung/en bei (z.B. Honorarvertrag, Rechnung, Fremdbestätigung etc.).

Der Veranstalter möchte die Bescheinigung direkt an die GVL senden, ist das möglich?

Ja, das ist möglich. Der Veranstalter kann einen Scan der Bescheinigung an oewtt@gvl.de schicken oder den Postweg (GVL, „Direktverteilung Öffentliche Wiedergabe“, Podbielskiallee 64, 14195 Berlin) wählen. Bitte achten Sie darauf, dass Sie – als Interpret – die nötigen Informationen über Ihre Person der Bescheinigung hinzufügen.

Weitere Fragen?

Wir helfen Ihnen gerne!
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Freitag von 9.00 bis 14.00 Uhr